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	<title>Das Literarische Quartett &#187; Reisebericht</title>
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	<description>Bücherrezensionen</description>
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		<title>&#187;Die Vermessung der Welt&#171;</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Mar 2011 13:55:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Auto-)Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/de.gif' alt='#ger' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 304<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2005<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499241005?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=1407109081" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"/></h1>
<p>Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt haben Großes für die Wissenschaft des frühen 19. Jahrhunderts geleistet. <em>Die Vermessung der Welt</em> beschreibt die Schicksale der beiden und wie sich die Wege dieser&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2011/03/die-vermessung-der-welt/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/de.gif' alt='#ger' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 304<br />
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<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2005<br />
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<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499241005?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1407109081" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt haben Großes für die Wissenschaft des frühen 19. Jahrhunderts geleistet. <em>Die Vermessung der Welt</em> beschreibt die Schicksale der beiden und wie sich die Wege dieser sehr verschiedenartigen Helden kreuzen. Humboldt steht schon von klein auf in Konkurrenz mit dem eigenen Bruder und wird zum legendären Erforscher Südamerikas. Der visionäre Gauß hingegen ist seinem Umfeld bis hin zu Professoren geistig überlegen und löst mathematische Probleme in Eingebungen zwischen zwei Atemzügen.<br />
Doch die freie Entfaltung der beiden ist Zwängen unterworfen: finanzielle Engpässe, mangelnde Unterstützung, die Napoleonische Bedrohung und schließlich das Nachlassen ihrer Fähigkeiten im Alter.</p>
<h1><img title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Gerade wegen den beschriebenen Zwängen strahlt das Buch alles andere als die „humorvolle Leichtigkeit“ aus, mit der es oft beschrieben wird. Klar, der sarkastische Ton und die wahnwitzigen Begebenheiten sind unterhaltsam, doch die Konfrontation der idealistischen Protagonisten mit der  harten Realität, führt eher dazu, sie zu bemitleiden, als über sie zu lachen. Obwohl die beiden Vordenker ihrer Zeit sind und wichtige Errungenschaften erzielen, fallen sie auch einigen Irrtümern, wie zum Beispiel dem Geisterglauben, zum Opfer. Die Unterschiede zur heutigen Zeit sind ebenfalls eine Quelle des Humors, so zum Beispiel die Beschreibung des jungen Bonpland: „nur wenig Pockennarben und bloß eine Zahnlücke“.<br />
Die Kapitel tragen pseudo-epochale Titel wie „Die Reise“, „Die Zahlen“, „Der Vater“ und befassen sich abwechselnd mit Gauß und Humboldt. Man nimmt letzteren hin, um mehr von ersterem zu erfahren. Seine überragende Intelligenz, und später seine grießgrämige Art, machen den „Fürsten der Mathematik“ interessant. Obwohl er ein Genie ist, zeigt er immerhin menschliche Züge. Im Gegensatz zu Humboldt. Dieser verdrängt die Existenz außerhalb der Wissenschaft komplett und riskiert das eigene Leben sowie das anderer, um weitere Vermessungen durchführen zu können.<br />
Die gebildeten Anspielungen erfreuen den Leser, wenn er sie denn versteht. Mehrfach werden Figuren eingeführt und erst viel später benannt. Wer sie gleich erkennt, ist schnell genervt davon, wie Kehlmann immer wieder den heißen Brei umschifft. Versteht man die Anspielungen hingegen nicht, hilft auch die Erwähnung eines Namens Seiten später nichts. Einerseits wird durch Gastauftritte von Goethe, Schiller, Kant, Lichtenberg, Daguerre und Turnvater Jahn das geistige Klima der Zeit dargestellt, andererseits bewegt sich der Autor damit nahe am <em>name droppin</em>g, denn oftmals tragen die Figuren nicht viel zur Handlung bei.<br />
Als historischer Roman mag das Buch durchaus seine Position als Schullektüre verdienen, aber warum es solange die Bestsellerlisten angeführt hat, ist mir unverständlich. <em>Die Vermessung der Welt</em> ist gut, aber überschätzt.</p>
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		<title>&#187;At the Mountains of Madness and other Tales&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/10/at-the-mountains-of-madness-and-other-tales/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2010/10/at-the-mountains-of-madness-and-other-tales/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 14 Oct 2010 09:59:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy & Übernatürliches]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte & Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Science Fiction & Horror]]></category>
		<category><![CDATA[2 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 184 (Taschenbuch)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1937<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/2.gif' alt='2*' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345329457?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=0345329457" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>In der Titelgeschichte begibt sich ein Forscherteam auf eine Expedition in unerforschte Teile der Antarktis und stößt dabei auf Fossilien einer Zivilisation fremdartiger Kreaturen. Doch Etwas scheint überlebt zu haben.&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/10/at-the-mountains-of-madness-and-other-tales/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 184 (Taschenbuch)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1937<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/2.gif' alt='2*' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345329457?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0345329457" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>In der Titelgeschichte begibt sich ein Forscherteam auf eine Expedition in unerforschte Teile der Antarktis und stößt dabei auf Fossilien einer Zivilisation fremdartiger Kreaturen. Doch Etwas scheint überlebt zu haben. „The Shunned House“ handelt von einem Jahrhunderte alten Fluch, der auf einem Haus lastet und seine Bewohner in den Wahnsinn oder sogar in den Tod treibt. „The Dreams in the Witch-House“ erzählt von einem Mathematikstudenten, in dessen Zimmer früher eine Hexe gewohnt hat. Die Walpurgisnacht naht, seine Alpträume werden immer schlimmer und hinterlassen auch Spuren im Wachleben. „The Statement of Randolph Carter“ beschreibt, wie zwei Männer nachts zu Nachforschungen auf einen Friedhof gehen und nur einer von ihnen zurückkehrt.</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Unter „Terror“ und „Horror“ stelle ich mir etwas anderes vor. Keine der vier Geschichten kann wirklich erfüllen, was der Buchumschlag verspricht („Greatest practitioner of the classic horror tale“, „mind-blasting terror“, „milestones of the macabre“). Man mag nun behaupten, dass heute, etwa 75 Jahre später, Leser durch Horrorfilme so abgestumpft sind, dass man mit weitaus schwereren Geschützen auffahren muss. Warum sind dann aber die Geschichten von Edgar Allan Poe, der fast hundert Jahre vor Lovecraft geschrieben hat, trotzdem gruseliger als die vorliegenden? Lovecraft scheint sich als Nachfolger Poes gesehen zu haben, da er ihn wiederholt erwähnt. Ein  Vergleich mit seinen Zeitgenossen und <em>science-fiction </em>Pionieren Stanley Weinbaum und H.G. Wells ist dagegen schon eher angebracht, denn es ist vielmehr in der Beschreibung fremder Welten, bei der Lovecraft Erfolg hat. Auch angesichts der zahlreichen und überzeugenden technischen Details aus Geologie, Biologie, Meteorologie, Mathematik, usw. passt <em>AtMoMaoT </em>eher in die <em>sci-fi </em>Sparte. Der wissenschaftliche Stil erschwert den Lesefluss, ist dem Dargestellten aber angemessen und hilft dabei, ein Gefühl der Entfremdung zu erzeugen. Einer besonderen Erwähnung bedarf die Informationsvergabe im Text: oft sträubt sich der Erzähler dagegen, schreckliche Details preiszugeben. Er spielt mit dem Wissen des Lesers und meint etwas gar nicht mehr erwähnen zu müssen, weil dieser es sich schon denken kann. Die weitere Handlung ist tatsächlich oft schon früh absehbar. Der Erzähler stellt in allen vier Texten eine starke Präsenz dar und verzögert seine Beschreibungen oft, wodurch ein Wenig an Spannung gewonnen werden kann. Diese wird allerdings durch die distanzierte Perspektive wieder untergraben.<br />
Viel Fantasie beweist Lovecraft, wenn es darum geht, unheimliche Wesen und Orte zu erdenken. Zwar zeichnet er diese sehr detailliert, sie bleiben aber trotzdem (oder gerade deshalb) nur schwer vorstellbar. Besonders seine „Monster“ sollen auch <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/das-3-buch-des-blutes/">Clive Barker </a>beeinflusst haben. Dennoch hat Letzterer den Titel „Meister des Horrors“ mehr verdient.<br />
Die Geschichten von Lovecraft mögen zwar nicht sehr gruselig sein, aber zumindest übten sie großen Einfluss auf spätere Formen von Horror und <em>science-fiction</em> aus.</p>
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		<item>
		<title>»2666«</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/04/2666/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2010/04/2666/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 21:29:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama & Trauriges]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller & Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/es.gif' alt='#esp' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 1095 (Hardcover)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2004<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /> 
</address><address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446233962?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3446233962" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"/></h1>
<p>Obwohl Benno von Archimboldi als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt wird, weiß man so gut wie gar nichts zu seiner Person. Vier Literaturwissenschaftler, die sich auf ihn spezialisieren, reisen durch die&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/04/2666/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/es.gif' alt='#esp' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 1095 (Hardcover)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2004<br />
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<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /> </p>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446233962?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3446233962" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Obwohl Benno von Archimboldi als Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt wird, weiß man so gut wie gar nichts zu seiner Person. Vier Literaturwissenschaftler, die sich auf ihn spezialisieren, reisen durch die Welt, um an Tagungen teilzunehmen, einander zu besuchen und um dem von ihnen so verehrten Schriftsteller auf die Spur zu kommen. Das letzte Mal soll er in Santa Teresa, einer mexikanischen Stadt nahe der US-amerikanischen Grenze, gesichtet worden sein. Diese ist geprägt von Armut, Kinderarbeit, Prostitution, Drogen und Versuchen illegal in die USA zu kommen. Doch was Santa Teresa von anderen mexikanischen Städten unterscheidet ist eine Mordserie, die schon seit Jahren andauert und hunderte von Opfern gefordert hat. </p>
<h1><img title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Noch nie fiel es mir so schwer eine Bewertung in Zahlen für ein Buch zu finden. <em>2666</em> ist vor allem eines: seltsam.<br />
Bevor ich mich mit dem Text an sich beschäftige, möchte ich kurz auf seinen Klappentext eingehen. Welchen Sinn hat ein Klappentext überhaupt? Er soll das Interesse potentieller Leser (und damit den Kauf) anregen. Dabei bedient er sich vorrangig der Inhaltszusammenfassung, aber auch kontextualisierende Informationen zum Autor und seinen anderen Werken sind gängig. Um zu überzeugen, empfiehlt es sich besonders spannende Handlungsmomente eines Buches zu erwähnen. Im Fall von <em>2666</em> wird aber schon verraten, was sich beim Lesen aber erst nach 700 Seiten herausstellt. Das scheint darauf hinzudeuten, dass vorher nichts ausreichend Interessantes geschieht.  Natürlich macht es Sinn die spannendsten Aspekte eines Buches im Klappentext zu erwähnen, aber in diesem Fall wird dem Leser ein völlig falscher Eindruck vermittelt. Bestes Beispiel dafür ist die Mordserie, die bei Inhaltszusammenfassungen besonders hervorgehoben wird und tatsächlich einen beträchtlichen Teil des Textes ausmacht. Andererseits wird sie aber erst ab zirka 400 Seiten wirklich relevant, wird gegen Ende beinahe aus den Augen verloren und wird vor allem in keinster Weise wie in einem Krimi behandelt. Leser sollten sich also vom Klappentext nicht in die Irre führen lassen.<br />
Das Buch besteht aus fünf Teilen, deren Personal sich nur gering überschneidet. Unterschiedlichste Nebenfiguren, meist mit ungewöhnlichen Biographien, treten auf und verschwinden wieder im Nichts. Alle fünf Teile gelangen aber an einer Stelle nach Santa Teresa, welches die wirkliche „Hauptfigur“ des Romans ist. Jeder Teil entwickelt seinen Reiz, aber man erfährt kaum wie es mit den jeweiligen Protagonisten weitergeht, was an der abschweifenden Erzählweise liegt. Das Buch wirkt wie ungeplant auf einen Streich heruntergeschrieben, wobei alles, was dem Erzähler einfiel, Erwähnung findet. Die Handlung erscheint schlicht ziel- und antriebslos. Genau das macht den Roman aber glaubhaft, da es auch im wahren Leben keinen großen Plan gibt, der alles ordnet. Wie schon François Lyortard bemerkte, werden die großen Erzählungen (und damit Sinnstrukturen) von vielen kleineren abgelöst. Dies führt zur Enttäuschung des Lesers in Bezug auf Literatur stellvertretend für alle Menschen angesichts der Existenz. Gerade der Teil des Buches, der sich mit den Verbrechen befasst, zeigt, dass die Realität enttäuschend ist: die Ermittlungen verlaufen im Sand, werden durch Nachlässigkeit (verlorene Dokumente) beendet oder Verbrechen geraten in Vergessenheit. Immer wieder heißt es:  „Die Polizei befragte einige Arbeitskollegen und legte den Fall zu den Akten“. Der realistische Anspruch macht auch vor unglaublich ekligen Details und Brutalität keinen Halt. Dass es sich dabei nicht nicht nur um Fiktion handelt, zeigt sich daran, dass es in den 90er Jahren in Ciudad Juárez wirklich eine mysteriöse Mordserie gab.<br />
Zu den Höhepunkten zählt die düstere, fast apokalyptische Atmosphäre, die die Geschehnisse in ihrer Gesamtheit vermitteln. Daran hat auch die Sprache des Erzählers ihren Anteil, die mit wahren Blüten und metaphorischen Glanzleistungen aufwarten kann. Andererseits sind aber auch die vertrackte Syntax und der häufige Mangel an Anführungszeichen zu kritisieren, welche – wenn man die literaturtheoretischen Implikationen zu Entautomatisierung, Sprachspielen usw. einmal außen vor lässt – das Lesen einfach erschweren. Obwohl es sicherlich gewollt ist, sind manche Passagen derart lieblos geschrieben, dass sie den Leser gegen sich aufbringen. So kommt es oft zu störenden Wiederholungen, die, mit  mieser Bildsprache gepaart, zu schrecklichen Ergebnissen führen: “Der Himmel war eine Decke, über der eine Decke lag, die eine noch dickere und feuchtere Decke bedeckte.“ Das Lesen solcher Passagen fühlt sich wie die reinste Zeitverschwendung an.</p>
<p>Die Anmerkungen zur spanischen Erstausgabe am Ende des Buches erklärt, dass Bolaño wenige Monate bevor er den Roman beenden konnte verstarb und die Endfassung zum Teil mit Hilfe seiner Notizen und Entwürfe entstand. Zudem hatte er beabsichtigt, die fünf Teile separat zu veröffentlichen. Die Anmerkungen sprechen auch davon, dass Bolaño absichtlich ein schwer verdauliches, unabgeschlossen wirkendes Buch schreiben wollte. In gewisser Weise fühlte ich mich an <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/v">Thomas Pynchon&#8217;s <em>V </em></a>erinnert, nur dass <em>2666</em> wie eine schlechte Imitation wirkt. Wer Unterhaltung sucht, dem sei deshalb dringend von diesem Buch abgeraten. Beim Verständnis von <em>2666</em> soll  die Lektüre seiner anderen Werke helfen können, aber zumindest bis ich das gemacht habe, bleibt mir das Buch ein Rätsel und ich gebe ihm deshalb die Mittelwertung von drei Punkten. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#187;Es gab keinen Sex im Sozialismus&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/03/es-gab-keinen-sex-im-sozialismus/</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 17:58:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Auto-)Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte & Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/de.gif' alt='#ger' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 236 (Taschenbuch)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2009<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442542650?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3442542650" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a><br />
</address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Kaminers Sammlung von Betrachtungen und Anekdoten befasst sich mit dem kommunistischen Russland und seinem Untergang. Der Untertitel „Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts“ bezieht sich auf die verschiedensten skurrilen&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/03/es-gab-keinen-sex-im-sozialismus/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
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</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 236 (Taschenbuch)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2009<br />
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<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
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</address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Kaminers Sammlung von Betrachtungen und Anekdoten befasst sich mit dem kommunistischen Russland und seinem Untergang. Der Untertitel „Legenden und Missverständnisse des vorigen Jahrhunderts“ bezieht sich auf die verschiedensten skurrilen Erlebnisse während des kalten Kriegs. Von Medizin und Musik über Rauchen und Reisen bis hin zu UFOs und Unterwäsche, zu allem weiß er etwas Lustiges zu berichten. Der Autor, der seit 1990 in Berlin lebt, erzählt, neben den Unterschieden zwischen dem „vorigen Jahrhundert“ und heute, auch von denen zwischen Ost und West und wie sich das Einleben in Deutschland für Russen gestaltete.</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Die 32 Kapitel sind, mit wenigen Ausnahmen, äußerst humorvoll und unterhaltsam. Zudem erlauben sie einen Einblick in das Leben im Sozialismus, den man kaum in Geschichtsbüchern finden wird. Das Buch ist so konzipiert, dass man die kurzen Kapitel unabhängig von einander lesen und sich so zum Beispiel über einen Monat lang täglich zum Schmunzeln bringen kann. Auf Grund der großen Schrift und der Bilder lässt sich das Buch aber auch leicht in 5 bis 6 Stunden fertig lesen. Denn nicht nur weil die jeweiligen Themen so knapp beschrieben werden, will man unbedingt gleich zum nächsten, sondern auch weil einfach sehr amüsant erzählt wird. Einmal erklärt Kaminer sogar selbst, warum seine Texte meist sehr kurz sind: er hat sie auf Zufahrten geschrieben und der Akku seines Laptops hielt nicht besonders lange. Das mag auch erklären, warum die Kapitelüberschriften so weit gefasst („Rituale des vorigen Jahrhunderts“ oder schlicht „Literatur“) sind und dadurch mehr versprechen als auf 6 Seiten schlussendlich erörtert werden kann.<br />
Gerade die für Osteuropa klischeehafte Einfachheit, Liebe zu Alkohol und „semilegalen“ Aktivitäten erzeugen reihenweise Lacher. Streckenweise steckt jeder Satz voll Poesie und Humor und auch Sprachspiele lassen sich immer wieder finden, denn als Ausländer musste sich Kaminer schließlich mit der deutschen Sprache intensiv auseinandersetzen. Die fremde und ungewöhnliche Betrachtungsweise auf das uns Bekannte setzt der Autor auch in anderen Fällen ein und erzeugt damit noch mehr Skurrilität. Mitunter wird der Leser auch zum Nachdenken über die Gesellschaft angeregt. Die zum Teil abschweifende Erzählweise hängt oft damit zusammen. Hin und wieder zünden die Witze nicht so richtig oder man versteht nicht was gemeint ist, weil die Perspektive zu sehr verfremdet ist. Noch dazu muss kritisiert werden, dass Kaminer scheinbar ein paar Fehler unterlaufen sind: zuerst spricht er zum Beispiel vom rosaroten Wagen seines Freundes Andrej, dann ist das Auto plötzlich knallgelb wie eine Banane. Solche Stellen verstärken den Eindruck, dass die Geschichten schnell und ohne große Planung hingeschrieben (und vor allem schlecht lektoriert!) wurden.<br />
Alles in allem handelt es sich aber um ein äußerst unterhaltsames Buch, bei dem man fast nicht anders kann als es zu verschlingen.</p>
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		<item>
		<title>&#187;13 Little Blue Envelopes&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/03/13-little-blue-envelopes/</link>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 23:39:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nefa</dc:creator>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /> </strong> </address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>320 (Paperback) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>2006 </address>
<address><strong>Nefas Bewertung:  <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
</strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060541431?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=0060541431" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a> </address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Als Ginny Blackstone einen Brief mit 1000 Dollar und ein paar seltsamen Regeln von ihrer kürzlich verstorbenen Tante Peg erhält, beschließt sie, den Anweisungen zu folgen. Ihr erster Weg führt sie zu&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/03/13-little-blue-envelopes/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /> </strong> </address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>320 (Paperback) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>2006 </address>
<address><strong>Nefas Bewertung:  <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
</strong><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060541431?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0060541431" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a> </address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Als Ginny Blackstone einen Brief mit 1000 Dollar und ein paar seltsamen Regeln von ihrer kürzlich verstorbenen Tante Peg erhält, beschließt sie, den Anweisungen zu folgen. Ihr erster Weg führt sie zu einem kleinen chinesischen Restaurant, wo sie ein Paket mit zwölf weiteren Briefen erhält, die sie nur der Reihe nach öffnen darf, jenachdem was die Anweisungen besagen. Kurz darauf findet sich die schüchterne Ginny auf einer abenteuerlichen Reise wieder, die sie unter anderem nach London, Rom und Paris führt. Jeder der Briefe führt sie auf den Spuren ihrer Tante, so soll Ginny zum Beispiel eine Künstlerin in Schottland besuchen oder in Rom den Virgilien ein Opfer darbringen. In London lernt Ginny den leicht verrückten Keith kennen, der sie auf einem Teil ihres Weges begleitet.</p>
<p><strong>Rule  #1:</strong> <em>You may bring only what fits in<br />
your backpack. Don’t try to fake it out with<br />
a purse or a carry-on. </em></p>
<p><strong>Rule #2:</strong> <em>You may not bring guidebooks,<br />
phrase books, or any kind of foreign<br />
language aid. And no journals. </em></p>
<p><strong>Rule #3:</strong> <em>You cannot bring extra money or<br />
credit/debit cards, traveler’s checks, etc.<br />
I’ll take care of all that. </em></p>
<p><strong>Rule #4:</strong> <em>No electronic crutches. This means<br />
no laptop, no cell phone, no music, and no<br />
camera. You can’t call home or communicate<br />
with people in the U.S. by Internet or<br />
telephone. Postcards and letters are<br />
acceptable and encouraged.</em></p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Im Großen und Ganzen, habe ich das Buch recht nett gefunden. Die Idee, Ginny auf einer Reise zu schicken, von der sie selber nicht weiß, wohin sie sie führen wird, ist orginell und Maureen Johnson bemüht sich sehr, die Eindrücke der verschiedenen Länder so zu beschreiben, dass man sich alles bildlich vorstellen kann. Aber genau das hat mich teilweise ein bisschen gestört, denn gerade die Beschreibung von London kam mir sehr &#8220;amerikanisch&#8221; vor. Für Europäer ist der Unterschied wahrscheinlich nicht so gravierend, wie für Amerikaner, deshalb sind mir viele Schilderung viel zu naiv und im Allgemeinen zu detailreich vorgekommen. Natürlich kamen auch die typischen Klischees über jedes der Länder vor ;)<br />
Außerdem finde ich die Geschichte teilweise ein wenig unrealistisch. Ginny hat nicht viel Geld, trotzdem kann sie es sich leisten, kreuz und quer durch Europa zu reisen &#8211; jeder, der auch nur mal versucht hat, von Österreich nach Deutschland mit dem Zug zu fahren, wird bestätigen können, dass das ohne ein gewisses Budget wohl nicht möglich ist ;)<br />
Ich würde dem Buch dreieinhalb Sterne geben und runde deshalb auf vier Sterne auf, weil ich die Autorin Maureen Johnson sehr gerne mag. Ich kann ihren einzigartigen Stil auf <a href="http://twitter.com/maureenjohnson" target="_blank">Twitter</a> nur empfehlen.</p>
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		<item>
		<title>&#187;Meine Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/meine-reise-mit-charley/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/meine-reise-mit-charley/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 18:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Auto-)Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Travels with Charley: In Search of America&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 289<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1962<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423108797?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3423108797" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>1960 bricht der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger John Steinbeck auf, um sein Heimatland kennenzulernen. Begleitet wird er dabei von seinem vornehmen, französischen Pudel Charley. In&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/meine-reise-mit-charley/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Travels with Charley: In Search of America&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 289<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1962<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423108797?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3423108797" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>1960 bricht der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger John Steinbeck auf, um sein Heimatland kennenzulernen. Begleitet wird er dabei von seinem vornehmen, französischen Pudel Charley. In einem umgebauten Lastwagen, der nach Don Quijotes Pferd „Rosinante“ benannt ist, reisen die beiden einmal quer durch die Vereinigten Staaten: von New York nach Maine, über Minnesota an die Westküste nach Seattle und von Kalifornien durch die Südstaaten bis nach New Orleans und schließlich wieder Richtung Nordosten zurück nach New York. Dabei treffen die beiden nicht nur auf die verschiedensten Landschaftsformen, sondern auch auf Leute, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Immer wieder droht sich die Weiterfahrt zu verzögern: die Angst im Norden eingeschneit zu werden, Charleys gesundheitliche Probleme und Steinbecks alter Freund, der ihn bewegen will, in Kalifornien zu bleiben. Gerade dort, wo Steinbeck auch geboren ist, fällt ihm auf, wie sehr sich das Land in den Jahrzehnten zuvor verändert hat. Neben der zentralen Frage nach dem Neuen Amerika, bilden unter anderem auch der Sonderstatus von Texas und die Rassenprobleme, vor allem im Süden, wichtige Schwerpunkte.</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Im Gegensatz zu meiner letzten Besprechung, der von Paul Watzlawicks <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/gebrauchsanweisung-fur-amerika"><em>Gebrauchsanweisung für Amerika </em></a>spielt hier die mangelnde Aktualität definitiv eine Rolle. Das von Steinbeck beschriebene Amerika ist in vieler Hinsicht schon lange verloren und deshalb kann das Buch heute kaum noch als Reiseführer funktionieren. Die Erlebnisse sind Momentaufnahmen, das Buch ein Stück Zeitgeschichte. Dennoch sind viele seiner Zukunftsprognose zutreffend und manche Beobachtungen sind auch heute, fast fünfzig Jahre später, überraschenderweise genauso gültig. So zum Beispiel die Bemerkung, dass Essen oftmals zwar hygienisch verpackt und behandelt wird, jedoch kaum noch Geschmack aufweist. Steinbeck kritisiert auch Entwicklungen wie zunehmende Fettleibigkeit und den Verlust von Dialekten durch die Hochsprache in Radio und Fernsehen. Jedoch handelt es sich nicht um eine bloße Fortschrittskritik, denn der Autor weiß auch die Vorteile moderner Technik zu schätzen, zum Beispiel die Annehmlichkeiten, die ihm sein „Wohnmobil“ bietet. Neben den je nach Staat mehr oder minder gesprächigen Bewohnern und Reisenden, die er mit Kaffee oder Alkohol von seinen guten Absichten überzeugt, unterhält sich Steinbeck vor allem auch mit Charley. Er behandelt ihn dabei genauso wie einen Menschen, was, gemeinsam mit dem trockenen Humor, bei Lesern zum Schmunzeln führt. Auch wenn Steinbeck am Ende seiner Odyssee und seiner zahlreichen nahezu philosophischen und soziologischen Ausführungen keine definitive Antwort auf die Frage nach dem „Neuen Amerika“ findet, so ist es ihm doch gelungen ein interessantes Bild der Vereinigten Staaten zu zeichnen.</p>
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		<title>&#187;Gebrauchsanweisung für Amerika&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/gebrauchsanweisung-fur-amerika/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/gebrauchsanweisung-fur-amerika/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 18:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Auto-)Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[Sachbuch]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/at.gif' alt='#aut' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 159<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2008<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492275753?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3492275753" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"/></h1>
<p>1960 begann der Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick seine Arbeit in den Vereinigten Staaten und pendelte bis zu seinem Tod 2002 immer wieder zwischen Neuer und Alter Welt. 1978 erschien erstmals seine&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/gebrauchsanweisung-fur-amerika/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/at.gif' alt='#aut' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 159<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2008<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492275753?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492275753" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>1960 begann der Psychotherapeut und Kommunikationswissenschaftler Paul Watzlawick seine Arbeit in den Vereinigten Staaten und pendelte bis zu seinem Tod 2002 immer wieder zwischen Neuer und Alter Welt. 1978 erschien erstmals seine <em>Gebrauchsanweisung</em>, die viele grundlegende Themen von der Einreise über das Zahlungssystem und den Straßenverkehr bis hin zu Medien, Restaurants und Gesundheitssystem der Vereinigten Staaten abdeckt. Dies alles dient aber weniger der Reiseplanung als einer Wesensbestimmung des „Homo Americanus“ im (vor)letzten Kapitel. Dennoch werden hilfreiche Tipps zu Einreisebestimmungen, Umrechnung von Maßeinheiten, Verkehrsregeln, usw. gegeben.</p>
<h1><img title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Die Beschreibung ist häufig humorvoll, teilweise aber ziemlich boshaft (vielleicht sogar ungerecht) gegenüber den Amerikanern. Die vorliegende Ausgabe basiert zwar auf einer Überarbeitung aus dem Jahr 2002, dennoch besteht manchmal das ungute Gefühl, manche Passagen könnten nicht mehr ganz aktuell sein. Obwohl er sich zum Beispiel der Nützlichkeit und Universalität des Internets bewusst ist, beschäftigt sich der Autor fast ein ganzes Kapitel lang ausführlich mit Telefon- und Faxkosten. Die Gebrauchsanweisung strebt keineswegs Vollständigkeit an, vereint aber viele nützliche Fakten und Informationen. Anstatt eine Tabelle oder gar die Formel zur Umrechnung von Fahrenheit in Celsius zu liefern, bietet Watzlawick beispielsweise einige Merkregeln (Wassergefrierpunkt bei 32°F,  Siedepunkt bei 212°F und 61°F ist der umgekehrte Wert: 16°C). Das entspricht Watzlawicks allgemeinem Ansatz, durch wenige, praktische Beobachtungen einem komplexen Sachverhalt (wie der amerikanischen Kultur) näherzukommen. Diese Vorgehensweise wirkt jedoch auch unpräzise, weshalb der Ratgeber oft Gefahr läuft, zur Anekdotensammlung und subjektiven Wertung zu verkommen. Gemeinsam mit J. Martin Evans wird postuliert, „die Amerikaner seien eine in Illusionen verfangene Gesellschaft, die aber gleichzeitig darauf pocht, realistisch zu sein.“ Obwohl die Verhaltensweisen der Amerikaner meist belächelt oder zynisch kommentiert werden, endet Watzlawick im Relativismus (oder der Beliebigkeit): Europäer und Amerikaner würden unterschiedliche Wirklichkeiten erleben, wobei keine von beiden als wahr oder falsch gelten kann.<br />
Ein unterhaltsames und lehrreiches Buch, das zwar nicht als einzige Informationsquelle für einen Amerikabesuch reicht, jedoch eine Vielzahl nützlicher Beobachtungen liefert.</p>
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		<item>
		<title>&#187;Das Kartengeheimnis&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/das-kartengeheimnis/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 18:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy & Übernatürliches]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder & Jugend]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Kabalmysteriet&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/no.gif' alt='#nor' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 350<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1990<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423207892?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3423207892" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Hans-Thomas macht sich mit seinem Vater auf den Weg von Norwegen nach Griechenland. Dort wollen sie seine Mutter finden, die die beiden vor acht Jahren verlassen hat, um sich auf die&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/das-kartengeheimnis/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Kabalmysteriet&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/no.gif' alt='#nor' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 350<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1990<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423207892?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3423207892" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Hans-Thomas macht sich mit seinem Vater auf den Weg von Norwegen nach Griechenland. Dort wollen sie seine Mutter finden, die die beiden vor acht Jahren verlassen hat, um sich auf die Suche nach sich selbst zu begeben. Auf den langen Autofahrten legt der Junge Patiencen mit einem der vielen Kartenspiele, die sein Vater gekauft hat, nur um eine weitere Joker-Karte seiner Sammlung hinzuzufügen. Während der Raucherpausen hält der Hobbyphilosoph seinem Sohn Vorträge über die menschliche Existenz. Als sie durch die Schweiz reisen, bekommt Hans-Thomas zuerst von einem Zwerg eine Lupe geschenkt und dann, wenig später, gibt ihm ein Bäcker ein Brötchen, in dem sich ein kleines Buch befindet, dessen Schrift man nur mit einer Lupe lesen kann. Wann immer er ungestört ist, liest er von nun an heimlich in dem Buch, da er dem Bäcker versprechen musste, niemandem davon zu erzählen. Im Büchlein steht die abenteuerliche Geschichte eines Seemanns, der auf einer magischen Insel strandet und dort auf seltsame Einwohner trifft. Doch am ungewöhlichsten an dem Brötchenbuch ist, dass es überraschende Verbindungen zum Leben des Jungen aufweist.</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Anfangs ist es schwierig in die Geschichte hineinzukommen. Zudem verwirren die vielen Erzählschichten und Bäckergenerationen, die man nur allzu leicht miteinander verwechselt. Hans-Thomas ist als Hauptfigur einerseits sehr sympathisch, da er humorvoll und unglaublich schlagkräftig ist. Dadurch fällt es aber auch schwer ihn als Kind zu sehen und so wirkt es an anderen Stellen inkonsequent, wenn er sich plötzlich sehr naiv verhält. Zum Teil ist die Erzählweise übertrieben niedlich („Ich dachte nur, dass ich vielleicht den Weltrekord darin hielt, meinen Vater zu lieben“), was solche Passagen kitschig wirken lässt. Meistens glänzt Gaarder aber durch eine stilistisch schöne und symbolhaltige Sprache. Das ständige Springen zwischen der Reise nach Griechenland und der Handlung des Brötchenbuchs ist etwas anstrengend, andererseits wird dadurch die Spannung erhöht, weil man wie Hans-Thomas nur auf die nächste Gelegenheit wartet, mehr über die magische Insel zu erfahren. Die philosophischen Themen erstrecken sich von der Geschichte Sokrates&#8217;, über altbekannte Vergleiche bis hin zu genialen Denkanstößen zu Schicksal und Schöpfung. Obwohl sich nicht übersehen lässt, dass <em>Das Kartengeheimnis</em> vorwiegend für junge Leser gedacht ist, sind die existenziellen Fragen, die das Buch anspricht auch für Erwachsene spannend. Aber auch das Geheimnis um den Inhalt des Buchs ist gut durchdacht und so sind die 53 nach Karten benannten Kapitel (zum Beispiel &#8220;Herz As&#8221; oder &#8220;Kreuz Sieben&#8221;) sehr mitreißend gestaltet.</p>
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		<title>&#187;A Room With A View&#171;</title>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 14:56:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>260 (Hardcover)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>1908<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0553213237?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=0553213237" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Lucy Honeychurch reist mit ihrer älteren, unverheirateten Cousine Charlotte Bartlett nach Florenz. In ihrer Pension treffen sie auf viele englische Touristen, u.a. auch auf die resolute Miss Lavish, die an&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/05/a-room-with-a-view/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>260 (Hardcover)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>1908<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0553213237?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0553213237" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Lucy Honeychurch reist mit ihrer älteren, unverheirateten Cousine Charlotte Bartlett nach Florenz. In ihrer Pension treffen sie auf viele englische Touristen, u.a. auch auf die resolute Miss Lavish, die an einem Roman schreibt, sowie auf George Emerson und seinen Vater. Da Lucy und Charlotte nicht die gewünschten Zimmer mit Aussicht bekommen haben, bieten ihnen die Emersons die ihrigen an. Charlotte, die als Anstandsdame fungiert und zudem ein schlechtes Gewissen hat, da sie die Reise auf Kosten von Lucys Mutter macht, lehnt zuerst ab, da sie so etwas als unanständig empfindet und nicht in der Schuld fremder Männer stehen will. Der sympathische Priester Mr. Beebe kann schließlich doch vermitteln, sodass die Frauen zu ihrem Ausblick kommen. Die Emersons werden von den meisten Gästen auf Grund ihrer Unkonventionalität geächtet, aber auf Lucy üben sie -vor allem der gut aussehende George- eine magische Anziehung aus. Im fremden, oft mysteriösen Italien kommen sich die beiden immer wieder nahe, doch dann werden sie von Charlotte ertappt&#8230;</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Die sich anbahnende Liebesgeschichte ist schon vom Anfang an absehbar und viele Elemente haben mich an Forsters <em>Howard&#8217;s End</em> erinnert. Dennoch hat mich das Buch immer wieder durch seine Wendungen überrascht und durch die kollidierenden Philosophien überzeugt. Aus heutiger Sicht ist es frustrierend zu sehen, wie altbacken die Einstellung der damaligen Gesellschaft zur Rolle der Frau und zu Klassenunterschieden war. Das Tragische daran wird hier noch dadurch gesteigert, dass die junge Generation durchaus für Gleichberechtigung ist, diese aber (vorerst) nicht durchsetzen kann. In den seltenen Fällen, in denen der Erzähler sich bemerkbar macht, kommentiert er mit Humor und Abstand seine Geschichte. Die Quasi-Antagonisten sind schon beinahe so unsympathisch, dass sie einen nerven, nicht zuletzt Charlotte, die sich jedoch im späteren Verlauf noch als vielschichtiger erweist. Trotz gewisser Längen und einer leicht kitschigen Liebesgeschichte, ist <em>A Room With A View</em> ein lesenswerter Roman aus der frühen Moderne.</p>
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