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	<title>Das Literarische Quartett &#187; Historisches</title>
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	<description>Bücherrezensionen</description>
	<lastBuildDate>Thu, 10 Jun 2010 16:48:50 +0000</lastBuildDate>
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		<title>»Die Bibel nach Biff«</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Apr 2010 23:08:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Religion & Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Lamb: The Gospel According to Biff, Christ&#8217;s Childhood Pal&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 564 (Paperback)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2002<br />
</address>
<address><strong>Mims Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442541824?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3442541824" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Die letzten Jahre aus dem Leben Jesu sind wohl jedem bekannt. Doch was ist eigentlich mit seinen Jugendjahren? Die wurden in keinem&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/04/die-bibel-nach-biff/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Lamb: The Gospel According to Biff, Christ&#8217;s Childhood Pal&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 564 (Paperback)<br />
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<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2002<br />
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<address><strong>Mims Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442541824?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3442541824" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Die letzten Jahre aus dem Leben Jesu sind wohl jedem bekannt. Doch was ist eigentlich mit seinen Jugendjahren? Die wurden in keinem Evangelium festgehalten. Fast zweitausend Jahre nach dem Tod Jesu wird jemand wiedererweckt, der Antworten auf viele Fragen haben könnte: Levi, genannt Biff, der zwar in der Bibel kaum Erwähnung findet, aber damals der beste Freund von Jesus, auch bekannt als Josua, war und ihn überallhin begleitet hat. Biff soll ein Evangelium aus seiner Sicht schreiben, und er hat jede Menge Anekdoten auf Lager: angefangen bei den ersten Jugendjahren, später Josuas und Biffs Suche nach Kaspar, Melchior und Balthasar, eine Reise, bei der sie sich in den Fernen Osten begeben und Yoga sowie verschiedenste Kampftechniken lernen&#8230;</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut, da mich &#8211; obwohl ich persönlich keinen religiösen Bezug dazu habe &#8211; das Leben Jesu eigentlich sehr fasziniert und ich auch gerne einmal eine Darstellung lese, in der das ganze etwas durch den Kakao gezogen wird. Das ist auch durchaus passiert, und ich habe mich auch gefreut, dass der Charakter Josuas trotzdem gewahrt wurde: mit Biff, der ein bisschen bescheuert, aber trotzdem liebenswürdig ist, wird dem Messias eine nette Kontrastperson entgegengestellt, sodass Josua seine nötige Würde behält und totzdem ziemlich viel Geblödel enthalten ist. Die Charaktere waren also das Gute, und trotzdem fand ich das Lesen stellenweise einfach zäh und ich habe Ewigkeiten für das Buch gebraucht. Das verstehe ich gar nicht wirklich &#8211; ein Thema, das mich eigentlich so schon interessiert und dann auch noch mit Humor gewürzt ist, sollte sich eigentlich in einem Rutsch lesen lassen. Vielleicht lag es daran, dass die Reise in den Fernen Osten etwas ganz Neues ist, was irgendwie nicht so recht zu dem passen will, was man aus der Bibel kennt. Ich habe auch einige Szenen vermisst, wie etwa die Verleugnung durch Petrus. Die Intention von Moore war wahrscheinlich, die Lücken zu füllen, die die Evangelien lassen &#8211; aber trotzdem hätte ich einfach gern mehr Vertrautes gesehen, gerade in den letzten Szenen, in denen man sich wieder auf das Terrain begibt, das nun  mal nichts Neues ist. Während die Reisen ewig beschrieben wurden, wurden die Apostel nur in den letzten hundert Seiten angerissen. So konnte das Buch auch gegen Ende nicht mehr so viel Spannung gewinnen. Ich habe beim Lesen oft geschmunzelt und mich nicht wirklich gelangweilt, habe aber höchstens ein-zwei Mal laut gelacht, war doch an einigen Stellen unkonzentriert und hätte mir im Großen und Ganzen ein bisschen mehr erwartet &#8211; schade.</p>
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		<title>&#187;Possession&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/possession/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/possession/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 16:36:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Briefe]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte & Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 555<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1990<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0679735909?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=0679735909" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"/></h1>
<p>Roland Michell gehört zu der Sorte Akademiker, die ein trauriges Dasein führen. Er verdient mit seinem Assistentenjob nicht genug und muss von seiner Freundin Val ausgehalten werden. Die Beziehung der beiden ist&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/possession/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 555<br />
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<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1990<br />
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<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0679735909?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0679735909" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Roland Michell gehört zu der Sorte Akademiker, die ein trauriges Dasein führen. Er verdient mit seinem Assistentenjob nicht genug und muss von seiner Freundin Val ausgehalten werden. Die Beziehung der beiden ist angespannt, nicht zuletzt weil sie in einem Kellerapartment wohnen von dessen Decke Katzenurin tropft. Die Aussichten Rolands auf eine bessere Stelle als Dozent für englische Literatur sind schlecht, denn Professor Blackadders Empfehlungsschreiben stellen ihn eher langweilig dar. Als Mitarbeiter der „Ash Factory“, einer Forschungsgruppe unter der Leitung Blackadders, die sich mit dem viktorianischen Dichter Randolph Henry Ash befasst, verbringt Roland viel Zeit in Bibliotheken. Als er eines Tages in der London Library in Ashs persönlicher Ausgabe von Vicos Pricipi di una Scienza Nuova nach Randnotizen und Parallelen zu Ashs Werk sucht, stößt er auf zwei Zettel mit Briefentwürfen des Dichters. Darin wendet er sich an eine Frau, um mit ihr über das eigene und deren Schreiben zu diskutieren. Roland ahnt, dass er auf etwas Interessantes gestoßen ist und entwendet die Briefe kurzerhand. Er erzählt niemandem davon, aus Angst Blackadder oder der amerikanische Professor Cropper, der alles aufkauft, was nur im Entferntesten mit Ash zu tun hat, könnten ihm die Entdeckung wegnehmen. Als er herausfindet, dass die Adressatin der Briefe Christabel LaMotte ist, fährt er nach Lincoln, um mit der dortigen Spezialistin für diese Dichterin zu sprechen. Schließlich offenbart er ihr seinen Fund und die beiden begeben sich auf die Suche nach der Wahrheit über das Verhältnis von Ash und LaMotte. Dabei stoßen sie auf Informationen, die die Forschung zu beiden Dichtern revolutionieren könnte, doch auch andere sind hinter den Briefen her&#8230;</p>
<h1><img title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Wieder einmal handelt es sich um ein Buch, das Literaturwissenschaft mit Detektivarbeit und einer Art Schatzsuche nach einem Text verbindet. Hier geschieht das jedoch auf sehr komplexe und intellektuelle Weise, sodass auch nicht vor der Diskussion literaturtheoretischer Ansätze zurückgeschreckt wird. Allgemein werden hier die unterschiedlichsten Textsorten zu einem Roman verwoben, wobei mehrere Ebenen entstehen: die der Literaturwissenschaftler in den 80er Jahren, der Dichter Mitte des 19. Jahrhunderts und die ihrer literarischen Produkte. Die Handlung um Ash und LaMotte wird vor allem durch Tagebücher und ihre Briefe wiedergegeben, zum Teil auch durch einen Erzähler, was fast ein bisschen schade ist, weil dies nach Anwendung der anderen Erzählformen so banal und erzwungen wirkt. Andererseits erlaubt das dem Leser mehr zu erfahren als die Wissenschaftler und erinnert ihn daran, dass nicht alles durch Quellen belegbar ist. Genial ist jedoch wie die verschiedenen Ebenen durch buchstäblich hunderte kleiner Details verbunden sind. Namensspiele mit Ash (Name des Dichters, englisch für Esche und Asche, Nähe zu „Ask“, einer Figur der nordischen Mythologie, welche in einem Gedicht auftritt, usw.) oder die Verbindung von Maud und Christabel durch die Farbe grün sind dabei nur die offensichtlichsten Beispiele.<br />
Auf Grund der unterschiedlichen Textsorten und -ebenen wird man immer wieder aus dem Automatismus des Lesens gerissen und dazu gezwungen seine Lesegewohnheiten ständig neu an den Text anzupassen. So zum Beispiel wenn ein alter Tagebucheintrag unvermittelt durch einen modernen Kommentar unterbrochen wird oder plötzlich ein Gedicht zitiert wird. Gerade die Gedichte sind auf Grund der archaischen Sprache vielleicht etwas unangenehm zu lesen und mir wurde gesagt, man könne sie sogar auslassen und die Geschichte trotzdem verstehen. Natürlich steht dabei außer Frage, dass dieses Vorgehen mit einem großen Substanzverlust verbunden wäre. Zu den besonders „langweiligen“ Passagen gehört ein Auszug aus Croppers Buch, doch gerade dadurch, dass dieser wenig aufregend geschrieben ist, wird erfolgreich erreicht, dass einem diese Figur, die sowieso schon am ehesten den Bösewicht darstellt, noch unsympathischer wird. Die wenigsten Leser werden alle erwähnten historischen Personen und Mythen kennen, doch es lohnt sich (und ist dank dem Internet auch weitaus einfacher als zur Entstehungszeit) sie nachzuschlagen, da Byatt die Handlung in einen weiten kulturellen und geschichtlichen Kontext einbettet, der einen enormen Gewinn darstellt. Allein schon der Titel illustriert die Komplexität des Romans: deutet possession auf den physischen Besitz der Manuskripte hin? Auf einen geistigen Besitz? Die Frau als Besitztum des Mannes? Jemanden Besitzen im Sinne von Sex? Eine Besessenheit dämonischer oder anderer Art?<br />
Wen der Untertitel „A Romance“ abschreckt, weil er eine kitschige Liebesgeschichte erwartet, den kann ich zum Teil beruhigen. Natürlich verlieben sich die beiden Dichter, dies wird aber nicht klischeehaft dargestellt, denn vor allem LaMotte schreibt offen über ihre Zweifel, da sie als moderne Frau ihre Freiheit durch eine Liaison gefährdet sieht. Noch interessanter gestaltet sich das Verhältnis zwischen Roland und Maud, die nicht verdrängen, dass sie durch die viele gemeinsam verbrachte Zeit und die Reisen miteinander, von denen sie niemandem erzählen können, wie ein Liebespaar wirken. Sie sprechen das auch an, aber es wird deutlich, dass sie keine Leidenschaft für einander empfinden. Und doch passiert etwas zwischen ihnen. Problematische Beziehungen dieser Art sind teil der postmodernen Demontierung von universalen Sinnsystemen, wie die Liebe eines darstellt.<br />
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der sich die Handlung streckenweise ein bisschen zieht, die Ausführung jedoch gelungen, wenn auch kompliziert ist. <em>Possession</em> ist ein Muss für alle, die sich ernsthaft mit englischer Literatur befassen. Andere können den Roman, mit Einschränkungen, auch genießen.</p>
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		<title>&#187;Atonement&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/atonement/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/atonement/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 12:02:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama & Trauriges]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 351<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2001<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/5.gif' alt='5*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
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<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"/></h1>
<p>England 1935: Die 13-jährige Briony schreibt gerne kleine Geschichten und versucht sich zum ersten Mal an einem Theaterstück. Es soll zu Ehren ihres großen Bruders Leon, der gemeinsam mit einem Bekannten zum&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/atonement/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 351<br />
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<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 2001<br />
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<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/5.gif' alt='5*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099429799?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0099429799" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>England 1935: Die 13-jährige Briony schreibt gerne kleine Geschichten und versucht sich zum ersten Mal an einem Theaterstück. Es soll zu Ehren ihres großen Bruders Leon, der gemeinsam mit einem Bekannten zum Abendessen in seinem Elternhaus geladen ist, aufgeführt werden. Dabei trifft es sich hervorragend, dass die Kinder ihrer Tante zu Besuch sind und so als Schauspieler eingesetzt werden können. Doch am Nachmittag beobachtet Briony etwas Seltsames von ihrem Fenster aus: ihr ältere Schwester, die Studentin Cecilia, die gerade noch mit Robbie, dem Sohn der Putzfrau, gesprochen hat, zieht sich vor diesem plötzlich bis auf die Unterwäsche aus und klettert in den Brunnen. Völlig durchnässt zieht sie sich nach einer Weile wieder an und geht ins Haus. Am Abend ertappt Briony die beiden beim Sex, ein Vorfall, der das Mädchen in ihrer Ansicht bestätigt, dass Robbie ein Wahnsinniger ist, vor dem sie ihre Schwester retten muss. Das gemeinsame Abendessen endet auf schockierende Weise, denn zuerst laufen die Cousins weg und dann wird auf der Suche nach ihnen, die Cousine Lola vergewaltigt. Briony hat den Täter gesehen und als sie allen erzählt, dass es Robbie war, wird dieser verhaftet. Cecilia glaubt den Beschuldigungen nicht und verspricht auf ihn zu warten. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, bietet sich ihm eine Chance als Infanterist seine Haftzeit zu verkürzen und zu seiner Liebe zurückzukehren. Dazu muss er aber erst aus einem Frankreich fliehen, dass der deutschen Belagerung nicht länger standhalten kann&#8230;</p>
<h1><img title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Obwohl ein großer Teil der Erzählung die Gedanken der Figuren wiedergibt, wird die Handlung dadurch kaum negativ beeinträchtigt. Im Gegenteil: in manchen Passagen kommt richtig Spannung auf. Darüberhinaus verfällt man leicht dem Sog der Geschichte, denn die Gedankengänge der Figuren hatte man entweder selbst schon einmal oder sie sind derart überzeugend dargestellt, dass man nicht anders kann, als sich von ihnen mitreißen zu lassen. Die unterschiedlichen Perspektiven sind gekonnt eingesetzt, um ein komplexes Gesamtbild zu schaffen, das das vermeintlich seltsame Verhalten der Figuren erklärt und auf wunderbare Weise zeigt, wie undurchschaubar die Gedanken anderer Menschen sind. Dadurch dass der Leser oft schon durch die Sichtweise einer anderen Person einen Wissensvorsprung hat, entsteht mitunter Komik. Dennoch ist das Beschriebene in hohem Maße tragisch und bewegend dargestellt.<br />
Der erste Teil des Buches erfüllt einen mit so großer Neugier, dass man am liebsten den zweiten Teil überspringen möchte, nur um zu den Figuren in England zurückzukehren. Was jedoch nicht heißen soll, dass die Kriegshandlung nicht ebenfalls ausgezeichnet dargestellt wäre. Anstatt große Heldentaten oder riesige Schlachten zu beschreiben, werden hier viel mehr die Absurditäten des Krieges vorgeführt. Robbie bahnt sich mit zwei weiteren den Weg durch das fremde Land, voller Tod und Zerstörung, die Gefahr ständig im Nacken. Heute scheint ganz vergessen, dass es eine Zeit gab, in der sich englische Streitkräfte verzweifelt vom Kontinent zurückziehen und mit einer Invasion ihrer eigenen Heimat durch die Deutschen rechnen mussten. Doch das Elend endet nicht am Ärmelkanal, denn auch die englischen Krankenhäuser (im dritten Teil) zeigen die Folgen des Krieges und das vielleicht sogar noch dramatischer. Die überraschendste Wendung bringt dann der vierte Teil, welcher manche Leser enttäuschen könnte. Ein wichtiger Handlungsstrang ist Brionys Verhältnis zur Wahrheit und die Entwicklung dessen. Denn obwohl sich alle vier Teile sehr unterscheiden, thematisieren sie, neben dem inhaltlichen roten Faden, der die drei Figuren Briony, Cecilia und Robbie verbindet, alle das Thema des Erzählens, sodass auch das postmoderne Prinzip der Metafiktionalität nicht zu kurz kommt.<br />
Bei <em>Atonement</em> handelt es sich um eines der großartigen Bücher, die man zu puren Unterhaltung aber auch mit einem literarischen Auge lesen kann.</p>
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		<title>&#187;The French Lieutenant&#8217;s Woman&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/12/the-french-lieutenants-woman/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2009/12/the-french-lieutenants-woman/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 17:46:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama & Trauriges]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
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		<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 400<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1969<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099497077?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=0099497077" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"/></h1>
<p>Vor genau 150 Jahren erschien Charles Darwins <em>On the Origin of Species</em>, welches vor 40 Jahren von John Fowles&#8217; bekanntestem Buch <em>The French Lieutenant&#8217;s Woman</em> aufgegriffen wurde. Während Darwins Werk schon das&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/12/the-french-lieutenants-woman/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 400<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1969<br />
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<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0099497077?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0099497077" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Vor genau 150 Jahren erschien Charles Darwins <em>On the Origin of Species</em>, welches vor 40 Jahren von John Fowles&#8217; bekanntestem Buch <em>The French Lieutenant&#8217;s Woman</em> aufgegriffen wurde. Während Darwins Werk schon das ganze Jahr viel Aufmerksamkeit erhält, möchte ich das zweite Jubiläum ehren.</p>
<p>1867: Charles Smithson, ein Mann von Stand und Hobbypaläontologe, besucht seine Verlobte Ernestina im englischen Küstenort Lyme Regis. In dieser Stadt wohnt auch Sarah Woodruff, von vielen nur als „Tragedy“ oder „The French Lieutenant&#8217;s Whore“ bezeichnet. Sie hat sich von einem französischen Seemann verführen lassen und ist seitdem eine Verstoßene. Die tyrannische Mrs. Poulteney gibt ihr eine Anstellung, jedoch nur da sie sich dadurch das Wohlwollen Gottes und der Gesellschaft verspricht. Auf der Suche nach Fossilien stößt Charles auf die melancholische Sarah und da er ihre Lage kennt, will er ihr helfen eine bessere Anstellung bei Ernestinas Tante oder in einer anderen Stadt zu finden. Sarah will sich aber nicht helfen lassen, was bei Charles auf völliges Unverständnis stößt. Er gibt nicht auf, konsultiert den örtlichen Arzt und hört schließlich von ihr selbst, was damals geschehen ist. Immer mehr verfällt der verlobte Charles der mysteriösen Frau&#8230;</p>
<h1><img title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" class="alignnone"></h1>
<p>Obwohl ich von den essentiellen Wendungen dieses Buches schon vorher gehört hatte, fand ich es trotzdem aufregend zu lesen. Es sind nämlich einige <em>cliffhanger</em> enthalten und so beginnt nach einem spannende Kapitelende, das nächstes mehrmals mit einer anderen Figur, sodass man noch eine Weile auf die Folter gespannt wird. Einmal wird dabei sogar noch auf ganz hinterhältige Weise mit den Erwartungen des Lesers gespielt. Zu den inhaltlichen Höhepunkten zählen für mich die ironisierenden Tendenzen des Erzählers gegenüber seinen Figuren und Boshaftigkeit von Mrs. Poulteney. Die eingeschobenen Ausführungen zur viktorianischen Epoche mögen zwar einerseits als Verzögerung der Handlung gesehen werden, sie geben ihr aber mehr Tiefe und vermitteln ein interessantes und (für mich) ganz neues Bild der damaligen Zeit. Immer wieder werden auch Bezüge zu späteren geschichtlichen Ereignissen hergestellt. Zu den zentralen Themen zählen so zum Beispiel Religion und Evolution, doch Fowles konnte damals nicht wissen, dass, witzigerweise, auch heute, wie bei dem von ihm erwähnten Gosse, in Form des <em>Intelligent Design</em> Bestrebungen beide zu kombinieren bestehen. Jedem Kapitel sind ein, zwei kurze Zitate, vor allem aus der Mitte des 19. Jahrhunderts (Marx, Clough, Tennyson, Hardy, Arnold) vorangestellt. Leider ist deren Zusammenhang mit dem Kapitel aber nicht immer ersichtlich. Auch die Sprache lässt sich an manchen Stellen kritisieren: der Versuch, besonders schlaue Sätze zu formen artet in Holprigkeit und Mehrdeutigkeit an Stellen, an denen solche kaum gewollt sein kann, aus.<br />
Kein Wunder, dass dieses Buch sowohl auf Bestsellerlisten als auch im (Hoch-)Schulcurriculum zu finden ist, den es hat für Jeden etwas zu bieten: eine Liebesgeschichte, Humor, meta-fiktionale Elemente, geschichtliche, soziologische und philosophische Betrachtungen und Überraschungen.</p>
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		<title>&#187;Coriolanus&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/11/coriolanus/</link>
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		<pubDate>Tue, 03 Nov 2009 23:40:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama & Trauriges]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Theaterstücke]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 179<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1607<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1904271286?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=1904271286" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Wieder einmal wird aus einem Shakespearestück ein Blockbuster gemacht. Die Römertragödie <em>Coriolanus</em> wird unter der Regie von Ralph Fiennes, der auch die Titelrolle spielt, in die heutige Zeit versetzt. Den Gegenspieler mimt&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/11/coriolanus/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 179<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1607<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
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<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Wieder einmal wird aus einem Shakespearestück ein Blockbuster gemacht. Die Römertragödie <em>Coriolanus</em> wird unter der Regie von Ralph Fiennes, der auch die Titelrolle spielt, in die heutige Zeit versetzt. Den Gegenspieler mimt Gerard Butler.</p>
<p>Die Plebejer rebellieren: während sie hungern müssen, scheinen die adligen Staatsmänner im Überfluss zu leben. Und auch von außen wird Rom bedroht, durch die Volsker. Nachdem der Patrizier Caius Marcius einen erneuten Sieg über sie erreicht hat, dieses Mal, indem er auf besonders tapfere Weise die Stadt Corioles erobert hat, wird ihm der Beiname Coriolanus verliehen. Zudem soll er in das Amt des Konsul erhoben werden. Doch sein streitsüchtiges und stolzes Gemüt, sowie die Volkstribune Sicinius Velutus und Junius Brutus die diese Schwächen auszunützen wissen, stehen ihm im Weg. Widerwillig tritt er vor das Volk, um dessen Zustimmung zu erlangen und ist dabei sogar erfolgreich. Die Tribune können die Plebejer jedoch dazu überreden ihre Meinung noch einmal zu ändern, und als der Hitzkopf Coriolanus sie daraufhin beschimpft, wird er aus der Stadt verbannt, aber nicht ohne sich vorher noch von seiner Familie zu verabschieden. Sein Ziel ist Antium, wo er sich mit seinem ehemaligen Erzfeind, dem volskischen General Aufidius, gegen Rom verbünden will&#8230;</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Ein weiteres Mal hat Shakespeare eine faszinierende Hauptfigur geschaffen. Coriolanus ist ein wahrer Kriegsheld: furchtlos und resolut. Alle werfen ihm vor zu stolz zu sein, aber eigentlich wird das aus seinen Reden gar nicht so deutlich. Es ist aber schon zum Teil frustrierend, wie Coriolanus seine Wut nicht unter Kontrolle hat und durch seine Reizbarkeit leicht zu manipulieren wird. Neben den Tribunen beeinflusst ihn nämlich auch noch seine Mutter Volumnia. Sicinius Velutus und Junius Brutus sind zwar kaum voneinander zu unterscheiden, aber in ihrer Boshaftigkeit sind sie genial. Die Dispute wirken zum Teil jedoch repetitiv und in die Länge gezogen.<br />
Obwohl nicht so schonungslos und facettenreich wie die Römertragödie <em>Titus Andronicus</em>, ist <em>Coriolanus</em> doch ein solides Shakespearestück.</p>
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		<title>&#187;Meine Reise mit Charley: Auf der Suche nach Amerika&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/meine-reise-mit-charley/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/meine-reise-mit-charley/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 18:44:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[(Auto-)Biografisch]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Reisebericht]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Travels with Charley: In Search of America&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 289<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1962<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
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<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423108797?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3423108797" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>1960 bricht der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger John Steinbeck auf, um sein Heimatland kennenzulernen. Begleitet wird er dabei von seinem vornehmen, französischen Pudel Charley. In&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/10/meine-reise-mit-charley/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Travels with Charley: In Search of America&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /><br />
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<address><strong>Seitenzahl:</strong> 289<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1962<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' /><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423108797?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3423108797" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>1960 bricht der Schriftsteller und spätere Nobelpreisträger John Steinbeck auf, um sein Heimatland kennenzulernen. Begleitet wird er dabei von seinem vornehmen, französischen Pudel Charley. In einem umgebauten Lastwagen, der nach Don Quijotes Pferd „Rosinante“ benannt ist, reisen die beiden einmal quer durch die Vereinigten Staaten: von New York nach Maine, über Minnesota an die Westküste nach Seattle und von Kalifornien durch die Südstaaten bis nach New Orleans und schließlich wieder Richtung Nordosten zurück nach New York. Dabei treffen die beiden nicht nur auf die verschiedensten Landschaftsformen, sondern auch auf Leute, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Immer wieder droht sich die Weiterfahrt zu verzögern: die Angst im Norden eingeschneit zu werden, Charleys gesundheitliche Probleme und Steinbecks alter Freund, der ihn bewegen will, in Kalifornien zu bleiben. Gerade dort, wo Steinbeck auch geboren ist, fällt ihm auf, wie sehr sich das Land in den Jahrzehnten zuvor verändert hat. Neben der zentralen Frage nach dem Neuen Amerika, bilden unter anderem auch der Sonderstatus von Texas und die Rassenprobleme, vor allem im Süden, wichtige Schwerpunkte.</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Im Gegensatz zu meiner letzten Besprechung, der von Paul Watzlawicks <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/gebrauchsanweisung-fur-amerika"><em>Gebrauchsanweisung für Amerika </em></a>spielt hier die mangelnde Aktualität definitiv eine Rolle. Das von Steinbeck beschriebene Amerika ist in vieler Hinsicht schon lange verloren und deshalb kann das Buch heute kaum noch als Reiseführer funktionieren. Die Erlebnisse sind Momentaufnahmen, das Buch ein Stück Zeitgeschichte. Dennoch sind viele seiner Zukunftsprognose zutreffend und manche Beobachtungen sind auch heute, fast fünfzig Jahre später, überraschenderweise genauso gültig. So zum Beispiel die Bemerkung, dass Essen oftmals zwar hygienisch verpackt und behandelt wird, jedoch kaum noch Geschmack aufweist. Steinbeck kritisiert auch Entwicklungen wie zunehmende Fettleibigkeit und den Verlust von Dialekten durch die Hochsprache in Radio und Fernsehen. Jedoch handelt es sich nicht um eine bloße Fortschrittskritik, denn der Autor weiß auch die Vorteile moderner Technik zu schätzen, zum Beispiel die Annehmlichkeiten, die ihm sein „Wohnmobil“ bietet. Neben den je nach Staat mehr oder minder gesprächigen Bewohnern und Reisenden, die er mit Kaffee oder Alkohol von seinen guten Absichten überzeugt, unterhält sich Steinbeck vor allem auch mit Charley. Er behandelt ihn dabei genauso wie einen Menschen, was, gemeinsam mit dem trockenen Humor, bei Lesern zum Schmunzeln führt. Auch wenn Steinbeck am Ende seiner Odyssee und seiner zahlreichen nahezu philosophischen und soziologischen Ausführungen keine definitive Antwort auf die Frage nach dem „Neuen Amerika“ findet, so ist es ihm doch gelungen ein interessantes Bild der Vereinigten Staaten zu zeichnen.</p>
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		<title>&#187;Enigma&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/enigma/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 14:44:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ale</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[3 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: </strong>&#8220;Enigma&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /> </address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>378 Seiten (Paperback) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>1995 </address>
<address><strong>Ales Bewertung: </strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' />  </address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453115937?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3453115937" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>England im März 1943: im Bletchley Park, einem streng bewachtem Camp, wird rund um die Uhr gearbeitet. Fieberhaft werden die deutschen feindlichen Funksprüche dechiffriert. Das größte Problem der alliierten Streitkräfte&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/enigma/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: </strong>&#8220;Enigma&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /> </address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>378 Seiten (Paperback) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>1995 </address>
<address><strong>Ales Bewertung: </strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/3.gif' alt='3*' class='wp-smiley' />  </address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453115937?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3453115937" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>England im März 1943: im Bletchley Park, einem streng bewachtem Camp, wird rund um die Uhr gearbeitet. Fieberhaft werden die deutschen feindlichen Funksprüche dechiffriert. Das größte Problem der alliierten Streitkräfte in jenen Tagen heißt &#8220;Enigma&#8221;: eine von den Deutschen eingesetzte geniale Maschine, die U-Boot-Funksprüche so verschlüsselt, dass sie scheinbar unmöglich zu knacken sind. Die Entschlüsselung ist jedoch lebenswichtig, um die alliierten Geleitzüge im Atlantik zu schützen. Die einzige Hoffnung ist Tom Jericho, ein hochkarätiger Kryptoanalytiker, der alles daransetzt, die Enigma zu überlisten. Doch es gibt noch ein zweites Rätsel zu lösen: Claire Romilly, die Frau, die er leidenschaftlich liebt, ist spurlos verschwunden, und in ihrem Zimmer findet Tom gestohlene Kryptogramme, also verschlüsselte Nachrichten. Jericho macht sich mit Hester Wallace, Claires Mitbewohnerin, auf die Suche nach seiner vermissten Geliebten und bringt so sich selbst und seine Karriere in Gefahr&#8230;</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Ich habe diesem Buch drei Sterne gegeben, weil ich nach den Meisterwerken &#8220;Imperium&#8221; und &#8220;Pompeji&#8221; von Robert Harris mehr erwartet hätte.  Zwar ist der typische Stil des Autors deutlich erkennbar, denn man merkt, dass die Recherche, beispielsweise für die Enigma-Maschine, sehr genau und detailliert erfolgt ist, wofür ich Harris bewundere, denn das Verschlüsselungssystem ist wirklich teuflisch kompliziert. Es ist im Buch zwar erklärt, aber ich verstehe es nicht so richtig. Das Mathematische an der Geschichte ist wirklich faszinierend, auch für Uninteressierte! Die mühsame Arbeit vom Kryptogramm zu einem verständlichen Text ist genau beschrieben und ich bewundere Menschen, die solch einen Code knacken können.<br />
Natürlich fehlt auch die Liebesgeschichte nicht; im abgelegenen Bletchley Park suchen sich die meisten einen Partner für die dunklen Stunden. Und davon gibt es viele, denn auch dort sind die Auswirkungen des Krieges deutlich zu spüren, obwohl man vom Kriegsverlauf überhaupt nichts erfährt, was ein wenig seltsam ist, wenn man bedenkt, dass im Bletchley Park alle Funksprüche der Deutschen aufgefangen und entschlüsselt werden. Im Grunde geht es nur um das Verschwinden von Claire Romilly und das Drumherum wird eigenartigerweise als Nebengeschichte erzählt.</p>
<p>Ich hätte mir gewünscht, mehr über das Enigma-Geheimnis zu erfahren, über den Krieg und U-Boote, anstatt dessen liest über man eine gescheiterte Liebesbeziehung und viele schrecklich unfreundliche und sarkastische Leute.<br />
Das klingt jetzt alles sehr negativ, aber vielleicht liegt das an meiner Enttäuschung über das Buch. Im Vergleich zu anderen Schundbüchern ist es aber auf jeden Fall lesenswert, denn zwischendurch und vor allem am Schluss ist es wirklich spannend. Aber bitte nicht zu viel erwarten!</p>
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		<title>&#187;Die Päpstin&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/die-papstin/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 10:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drama & Trauriges]]></category>
		<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Pope Joan&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /> </address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 1035 (inklusive Anhang; Hardcover; Großdruck) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1996 </address>
<address><strong>Mims Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/5.gif' alt='5*' class='wp-smiley' />  </address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3746614007?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=3746614007" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Johanna wächst im 9. Jahrhundert als Tochter eines strengen Priesters auf, der nie warme Gefühle für sie aufbringt, sondern sie bestenfalls akzeptiert. Das kluge Mädchen besitzt einen unersättlichen&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/09/die-papstin/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel:</strong> &#8220;Pope Joan&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /> </address>
<address><strong>Seitenzahl:</strong> 1035 (inklusive Anhang; Hardcover; Großdruck) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr:</strong> 1996 </address>
<address><strong>Mims Bewertung:</strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/5.gif' alt='5*' class='wp-smiley' />  </address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3746614007?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3746614007" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Johanna wächst im 9. Jahrhundert als Tochter eines strengen Priesters auf, der nie warme Gefühle für sie aufbringt, sondern sie bestenfalls akzeptiert. Das kluge Mädchen besitzt einen unersättlichen Wissensdurst, doch er erweist sich als sehr schwer zu stillen &#8211; Frauen steht es in dieser Zeit nicht zu, sich Bildung anzueignen. Johanna becirct schließlich ihren älteren Bruder, damit er ihr das Lesen beibringt, und schafft es später, einen griechischen Gelehrten so zu beeindrucken, dass er ihr als Hauslehrer gerne etwas beibringen möchte. Dieser Zustand währt aber nicht ewig. Als der Zeitpunkt gekommen ist und ihr Bruder trotz seines mangelnden Talents an die Domschule geschickt werden soll, reißt Johanna aus und folgt ihm. In Dorstadt kommt sie schließlich bei dem freundlichen Markgrafen Gerold und seiner mürrischen Ehefrau Richild unter. Johannas Weg ist an diesem Punkt jedoch noch lange nicht zu Ende &#8211; in ihrem immerwährenden Kampf um Bildung gelangt sie nach einem Überfall der Normannen auf Dorstadt letztendlich in Männerverkleidung in ein Kloster in Fulda, wo sie auf der einen Seite Respekt und Bewunderung, auf der anderen jedoch einige Widersacher gewinnt &#8211; denn Johanna, inzwischen bekannt als Johannes Anglicus, scheint zu Höherem berufen zu sein&#8230;</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Die über 1000 Seiten dieses Wälzers (auch wenn es in einer Version in normaler Schriftgröße um einiges weniger sein mögen) ließen sich in Null Komma Nichts lesen und es blieb wirklich von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Die Faszination, die von dem Roman ausging, hatte auf der einen Seite mit dem interessanten, gut recherchierten historischen Hintergrund zu tun &#8211; es gibt ja tatsächlich stichhaltige Hinweise darauf, dass es eine Päpstin Johanna gegeben hat, wie es im Anhang noch einmal genauer erläutert wird &#8211; sowie mit der Problemaik um die allzu festgefahrene Rolle der Frau zu dieser Zeit; auf der anderen die immer neuen Herausforderungen, die die hochintelligente, schlagfertige Johanna auf immer neue Art und Weise löst und natürlich die Persönlichkeit Johannas selbst. Nicht nur ihr Wissen und ihre Kombinationsgabe, sondern auch ihr Charakter &#8211; auf der einen Seite ist sie sanftmütig und nie egoistisch, hat auf der anderen aber einen unerschütterlichen eigenen Willen &#8211; machen sie zu einem bewundernswerten Menschen, und man kann sich vorstellen, dass eine Päpstin Johanna, sofern es sie wirklich gegeben haben sollte, das ja wirklich gewesen sein muss, in Anbetracht dessen, unter welchen Schwierigkeiten sie sich hochgekämpft haben muss. Im Großen und Ganzen ein spannender Roman, der die ohnehin fest verwobenen Themen Mittelalter und Religion ausführlich behandelt, aber auch mit einer ganzen Reihe von gut ausgearbeiteten Charakteren besticht. Einzig die Liebesgeschichte, die sich durch das ganze Buch zieht, kommt mir stellenweise ein wenig abgeschmackt vor. Ich bin auf jeden Fall auch gespannt auf die Verfilmung, auch wenn ich meine Erwartungen dahingehend wie immer vorsichtshalber nicht zu hoch schraube.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>»Vanity Fair«</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/08/vanity-fair/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2009/08/vanity-fair/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 20:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Humor & Skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Klassiker]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe & Beziehungen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[4 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>816 (Paperback)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>1847<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1853260193?ie=UTF8&#38;tag=dasliterquart-21&#38;link_code=as3&#38;camp=2514&#38;creative=9386&#38;creativeASIN=1853260193" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Amelia Sedley verlässt gemeinsam mit ihrer Freundin Becky Sharp 1813 Miss Pinkertons Akademie für junge Frauen und zieht wieder zu ihren Eltern. Bis die Waise Becky ihre Stelle als Gouvernante&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/08/vanity-fair/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/gb.gif' alt='#uk' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>816 (Paperback)<br />
</address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>1847<br />
</address>
<address><strong>Andys Bewertung: <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/4.gif' alt='4*' class='wp-smiley' /> </strong><br />
</address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1853260193?ie=UTF8&amp;tag=dasliterquart-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1853260193" target="_blank">Jetzt bei Amazon.de bestellen.</a></address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Amelia Sedley verlässt gemeinsam mit ihrer Freundin Becky Sharp 1813 Miss Pinkertons Akademie für junge Frauen und zieht wieder zu ihren Eltern. Bis die Waise Becky ihre Stelle als Gouvernante bei Sir Crawley antritt, verbringt sie einige Wochen bei den Sedleys und schnell bahnt sich etwas zwischen ihr und Amelias Bruder Joseph an, einem beleibten Dandy und gutbetuchten Angestellten der East India Company. Dass Amelia einmal den egozentrischen George Osbourne, Sohn eines Geschäftspartners ihres Vaters, heiraten wird, ist für alle schon Jahre lang absehbar. Der junge Offizier George verbringt viel Zeit mit Glückspiel und als er einmal, gemeinsam mit seinem Freund William Dobbin, Amelia besucht, verliebt sich letzterer unsterblich in Amelia, deren Liebe aber nur George gilt. Beckys neue Stelle entpuppt sich als nicht so glamourös wie erwartet. Die Gebrüder Crawley streiten um das Vermögen ihrer Schwester und auch Becky reiht sich unter die Erbschleicher.</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Entgegen aller Vorurteile von Liebesromanen (<em>Vanity Fair</em> entstand etwa 30 Jahre nach den Werken von Jane Austen), ist dieses Buch sehr unterhaltsam, was wohl auch daran liegt, dass es sich nicht um eine typische Darstellung der Thematik handelt. Vielmehr steht eine Satire der Gesellschaft, des Jahrmarkts der Eitelkeiten, im Zentrum. Romantik wird durch finanzielle Interessen verdrängt und die Gefühle anderer werden durch die eigene Eitelkeit und Dekadenz verletzt. Auf Grund der großen Zahl an Figuren und Schauplätzen lässt sich die Handlung nur schwer zusammenfassen (das oben genannte ist nur ein kleiner Bruchteil). Die 800 Seiten lesen sich jedoch ungewöhnlich schnell, was an der fesselnden Handlung und dem bissigen Humor liegt. Thackeray baut oft überraschende Wendungen am Kapitelende ein, da <em>Vanity Fair</em> zuerst als Fortsetzungsroman erschien und Leser dadurch zum Kauf aller 20 Teile angeregt wurden. Der Erzähler, der immer wieder darauf pocht, dass es sich um wahre Begebenheiten handelt, kommentiert bissig, getarnt durch eine euphemistische und metaphorische Ausdrucksweise. Andererseits stimmen seine philosophischeren Ausführungen (z.B. zum Tod) und Aufforderungen an die Leser, sich am eigenen Schopf zu packen, nachdenklich. Zu den Abweichungen vom belustigenden Grundtenor zählen auch tragische und bewegende Momente. Der Herausgeber der Penguin Ausgabe, J.I.M. Stewart, kritisiert diesen Wechsel in der Haltung des Erzählers und auch im Verhalten der Figuren als unnatürlich. Dabei scheinen doch eher die von ihm verlangten, statischen Charaktere unglaubwürdig. Stewarts Vorwort und seine wenigen, willkürlich erscheinenden Fußnoten sind meines Erachtens das einzige, große Manko dieses hervorragenden Buches.</p>
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		<title>&#187;Terror&#171;</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2009/07/terror/</link>
		<comments>http://www.literarisches-quartett.org/2009/07/terror/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 21:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ale</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historisches]]></category>
		<category><![CDATA[Thriller & Krimis]]></category>
		<category><![CDATA[5 Sterne]]></category>

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		<description><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: </strong>&#8220;The Terror&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /> </address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>989 (inklusive Anhang; Hardcover) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>2007 </address>
<address><strong>Ales Bewertung: </strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/5.gif' alt='5*' class='wp-smiley' />  </address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453406133?ie=UTF8&#038;tag=dasliterquart-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453406133" target="_blank">Jetzt bei Amazon bestellen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=dasliterquart-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453406133" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
</address>
<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Anno 1845 brechen die beiden Entdeckerschiffe <em>Terror </em>und <em>Erebus </em>zu einer gefährlichen Expedition auf. Ihr Ziel ist es, die berüchtigte Nord-West-Passage zu finden, den Seeweg zwischen Atlantik&#8230; <a href="http://www.literarisches-quartett.org/2009/07/terror/" class="read_more">Weiterlesen &#187;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<address><strong>Orginaltitel: </strong>&#8220;The Terror&#8221; <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/um.gif' alt='#usa' class='wp-smiley' /> </address>
<address><strong>Seitenzahl: </strong>989 (inklusive Anhang; Hardcover) </address>
<address><strong>Erscheinungsjahr: </strong>2007 </address>
<address><strong>Ales Bewertung: </strong> <img src='http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/smilies/5.gif' alt='5*' class='wp-smiley' />  </address>
<address><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3453406133?ie=UTF8&#038;tag=dasliterquart-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3453406133" target="_blank">Jetzt bei Amazon bestellen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=dasliterquart-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3453406133" width="1" height="1" border="0" alt="" style="border:none !important; margin:0px !important;" /><br />
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<h1><img class="alignnone" title="Handlung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/handlung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Anno 1845 brechen die beiden Entdeckerschiffe <em>Terror </em>und <em>Erebus </em>zu einer gefährlichen Expedition auf. Ihr Ziel ist es, die berüchtigte Nord-West-Passage zu finden, den Seeweg zwischen Atlantik und Pazifik nördlich von Amerika. Die Leitung der Expedition und Verantwortung für die 129-köpfige Crew übernimmt Sir John Franklin.<br />
Wie erwartet frieren die beiden Schiffe im Winter 1845/46 im Packeis ein. Die Schiffe wurden speziell für die Expedition mit Verstärkungen an Heck und Seiten und sogar mit einer Dampfmaschine, einer der allerneuesten Erfindungen jener Zeit, ausgerüstet. Außerdem werden zum ersten Mal Lebensmittel in Konservendosen gelagert, was der Crew später aber zum Vergängnis werden würde. Als das Eis im Sommer wieder aufbricht, beschließt die Expeditionsleitung, weiter in den Süden zu segeln, um dort eine Wasserstraße in Richtung Westen zu suchen. Aber der Winter bricht früher ein als erwartet und wieder frieren sie im Eis ein, doch diesmal an einer ungünstigen Stelle, da von Norden das Packeis gewaltigen Druck auf die Schiffe ausübt. (Bei der ersten Überwinterung wurden sie durch eine Insel abgeschirmt.) Sehnsüchtig erwarten alle das Brechen des Eises im Sommer &#8211; das setzt aber ausgerechnet in jenem Sommer aus. Die Schiffe müssen ein weiteres Jahr dem Druck des Eises standhalten. Die Stimmung der Crew ist schlecht und es äußern sich einige Anzeichen der Meuterei.<br />
Zusätzlich kommen andere Probleme auf: es stellt sich heraus, dass zwei Drittel der Nahrungsmittel verdorben sind und außerdem entstehen an beiden Schiffen irreparable Schäden. Gerade in dieser Krise lauert noch eine andere Gefahr auf die Männer: etwas tötet unachtsame Crewmitglieder und richtet sie grauenhaft zu. Den Offizieren ist klar, dass ein Beschluss gefällt werden muss. Dass John Franklin von der Bestie aus dem Eis getötet wird, macht das nicht einfacher. Schließlich einigen sich die Captains darauf, dass alle die Schiffe verlassen würden, um zu versuchen, sich am Landweg zu Zivilisation durchzuschlagen. Aber ob sie den Weg über das Packeis und die Gefahren meistern würden, ist allen unklar&#8230;</p>
<h1><img class="alignnone" title="Meinung" src="http://www.literarisches-quartett.org/wordpress/wp-includes/images/meinung.png" alt="" width="150" height="30" /></h1>
<p>Da ich das Buch ursprünglich auf Englisch gelesen habe, stand auf jenem Cover ein Zitat von Stephen King: &#8220;I&#8217;m in awe of Dan Simmons&#8221;. Dem kann ich nur vollständig zustimmen! &#8220;Terror&#8221; verbindet ein Entdeckerabenteuer mit Fantasie (denn die Bestie aus dem Eis wird wohl doch kein Problem gewesen sein).  Wenn man sich vorstellt, dass das alles auf einer Basis aufgebaut ist,  die sich wirklich ähnlich zugetragen hat, ergibt das ein Buch, das so spannend, packend und schlichtweg lesenswert ist, wie ich schon seit langem keines mehr in der Hand gehalten habe.<br />
Für den geschichtlichen Hintergrund hat es mir sehr geholfen, dass ich zuerst ein Sachbuch über die Suche nach der Nord-West-Passage gelesen habe, weil einem dann erst wirklich klar wird, dass die Schiffe Terror und Erebus tatsächlich zwei Jahre im Packeis eingefroren waren und dass die Männer über den Landweg der Kälte und dem Hungertod entkommen wollten. Vergeblich, wie man heute durch Nachforschung weiß: es wurden sowohl Skelette als auch andere Indizien gefunden, die den Verlauf des verzweifelten Fußwegs angeben. (Nebenbei: die beiden verlassenen Schiffe wurden jedoch niemals gefunden, da sie sich mit dem Packeis mitbewegten. Angeblich wurde aber ein Schiff von einer späteren Expedition als &#8220;Geisterschiff&#8221; gesehen.)</p>
<p>Dan Simmons beschreibt den Schiffsalltag und auch die Verzweiflung und die beinahe ausbrechende Meuterei so real, dass man sich die Stimmung der Crew der John-Franklin-Expedition lebhaft vorstellen kann.<br />
Bei dieser Expedition ist eigentlich alles schief gegangen: die Jahre 1846/47/48 waren ausgerechnet eine der kältesten jenes Jahrhunderts, die Konserven waren vergiftet, weil bei der Verpackung gepfuscht wurde und dann haben sich die Kapitäne auch noch auf den falschen Weg geeinigt. Bei so viel Pech ist eigentlich klar, dass man daraus eine mitreißende Geschichte fabrizieren kann.<br />
Den Hauch von Fantastischem durch das Monster, das zu allem Überfluss die Männer zusätzlich bedroht, ist genau die richtige Portion, damit auch jeder, den dieses Genre nicht interssiert, es akzeptieren kann.<br />
Außerdem ist die Geschichte von verschiedenen Perspektiven geschrieben: mal als Tagebucheintrag des Schiffsarztes, der über den Ernst der gesundheitlichen Lage berichtet, mal als Logbucheintrag oder als Beobachtung aus der Sicht verschiedener Personen von unterschiedlichem Rang, also vom Kapitän bis zum einfachen Seemann.<br />
Leider finde ich den Schluss des Buches ziemlich enttäuschend, weil sich die Crews in kleinere Gruppen auflösen, die jede ihrer eigenen Wege geht. Ein paar versuchen zu den Schiffen zurückzugelangen, andere geben auf und gehen ins Eis um würdevoll zu sterben, wieder andere geben die Hoffnung nicht auf, ein Inuitdorf mit freundlich gesinnten Einwohnern zu finden. Aber nach dieser Trennung weiß man nicht, ob manche überleben, oder besser gesagt: wie sie sterben, weil sehr ausschweifend über Captain Crozier berichtet wird, der von Inuit gefunden und aufgenommen wird. Es gibt relativ lange Passagen über die Mythen und die Religion der Inuit, die zwar manche interessieren könnte, die aber eigentlich nicht zum Buch passen.<br />
Da sich die Franklin-Expedition ja tatsächlich so abgespielt hat, gibt es ziemlich viele ergänzende Bücher darüber. Ganz besonders empfehlen kann ich &#8220;Der Eisige Schlaf&#8221; <span>von Owen Beattie, John Geiger  und Uta Haas, worin über ein Forschungsprojekt berichtet wird, bei dem Wissenschaftler Gräber von verstorbenen Seemännern öffneten und diese auf Krankheiten und Mangelerscheinungen untersuchten, um mehr über das Schicksal der Crew herauszufinden, deren Verschwinden immer noch teilweise unklar ist. </span></p>
<p><span>Ich denke, man merkt, dass mich diese Expedition ganz besonders anspricht und ich rate allen, sich nicht von der Seitenzahl abschrecken zu lassen, denn &#8220;Terror&#8221; ist eines der besten Bücher, die ich seit langem gelesen habe und ich kann es nur weiterempfehlen.<br />
</span></p>
<p><span><br />
</span></p>
<p><span><br />
</span></p>
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