Nefa | 3. September 2010 | 20:09
Dan Brown:

»Das verlorene Symbol«



Genre: Politik & Gesellschaft, Religion & Kultur, Thriller & Krimis
Orginaltitel: “The Lost Symbol” #usa
Seitenzahl: 765 Seiten (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2009
Nefas Bewertung: 3*
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Washington, D.C.: In der amerikanischen Hauptstadt liegt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen, und ein Mann ist bereit, dafür zu töten. Doch dazu benötigt er die Unterstützung eines Menschen, der ihm freiwillig niemals helfen würde: Robert Langdon, Harvard-Professor und Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole.

Nur ein finsterer Plan ermöglicht es, Robert Langdon in die Geschichte hineinzuziehen. Fortan jagt der Professor über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt, doch die wahren Geheimnisse sind in dunklen Kammern, Tempeln und Tunneln verborgen. Orte, die vor ihm kaum jemand betreten hat. Und er jagt nicht nur – er wird selbst zum Gejagten. Denn das Rätsel, das nur er zu lösen vermag, ist für viele Kreise von größter Bedeutung – im Guten wie im Bösen.

Zwölf Stunden bleiben Robert Langdon, um seine Aufgabe zu erfüllen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein.
- Inhaltsangabe von dan-brown.de

Ich habe für diese Rezension die Inhaltsangabe von der deutschen Homepage des Autors Dan Brown gewählt, weil sie recht gut zeigt, in welchem Stil das ganze Buch gehalten ist. Im Grunde ähnelt das Buch sehr seinen Vorgängern Illuminati und Sakrileg – Robert Langdon gerät in eine Geschichte hinein, in der er am Ende durch seine “Symbologenfähigkeiten” quasi die Welt rettet.
Ich persönlich glaube nicht an Verschwörungstheorien, wie sie in den Büchern präsentiert werden, und auch wenn alles sehr genau beschrieben wird und laut Vorwort wahr ist – ich habe trotzdem meine Zweifel. Ebenso glaube ich nicht an die “noetischen Wissenschaften”, die in dem Buch eine große Rolle spielen. Von daher stehe ich dem Ganzen immer recht skeptisch gegenüber und denke mir oft während dem Lesen, dass ich daran einfach nicht glaube.
Ich gebe dem Buch drei Sterne, weil es prinzipiell zwar eine spannende Geschichte ist, ich es aber eher weit hergeholt finde und deshalb nicht so wirklich Gefallen daran finden kann. Außerdem war das Ende sehr unbefriedigend – da hätte ich definitiv mehr von Dan Brown erwartet. Was mir auch weniger gefallen hat, ist die Tatsache, dass alle Charaktere sehr eindimensional wirken. Man erfährt nicht mal über den Hauptcharakter Langdon wirklich viel; außerdem fällt es schwer, sich in die Personen hineinzuversetzen und mit ihnen zu sympathisieren.
Und wofür ich eigentlich noch einen Stern abziehen müsste, es aber nicht tue, weil das Buch selber nichts dafür kann: die deutsche Übersetzung ist grauenhaft – und erfindet sogar Wörter wie “verschanduliert”. Außerdem leuchtet mir nicht ein, warum das Buch “Das verlorene Symbol” heißt, wenn es in Wirklichkeit immer nur um ein verlorenes Wort geht…

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