Mim | 22. May 2010 | 23:05
Audrey Niffenegger:

»Die Zwillinge von Highgate«

»Die Zwillinge von Highgate«

Genre: Drama & Trauriges, Fantasy & Übernatürliches, Liebe & Beziehungen
Orginaltitel: “Hear Fearful Symmetry” #usa
Seitenzahl: 459 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2009
Mims Bewertung: 3*
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Als Elspeth an Krebs stirbt, bleibt ihr Freund, Robert, alleine zurück. Er stürzt sich in seine ehrenamtliche Arbeit am Highgate-Friedhof, während sein Freund und Nachbar Martin, der mit starken Zwangsneurosen zu kämpfen hat und von seiner Frau Marijke verlassen wird, die damit nicht mehr zurecht kommt. Das Leben der beiden Männer soll sich bald schlagartig ändern. Elspeths Zwillingsschwester Edie hat nämlich zwei Töchter, die Zwillinge Julia und Valentina, die sich gleichen wie ein Ei dem anderen, aber, wenn man näher hinsieht, das exakte Spiegelbild voneinander sind. Elspeth hat den beiden ihre Wohnung, die sich im selben Haus befindet wie die von Robert und die von Martin, vererbt, und möchte, dass sie zumindest ein Jahr darin leben. Julia und Valentina nehmen das Angebot an und freunden sich nach einer Weile jeweils mit einem der Männer an. Bald jedoch entsteht ein ernstes Streitthema – erstmals passt es Valentina nicht mehr, dass ihr Leben und das ihrer Schwester untrennbar miteinander verbunden sind und sie Entscheidungen nicht für sich selbst treffen kann.

Und dann tritt noch ein weiterer Faktor hinzu: mit der Zeit entdecken die Zwillinge und Robert, dass Elspeth noch in ihrer Wohnung herumspukt. Mithilfe eine Oujia-Brettes beginnen sie, sich mit ihr zu unterhalten, und Valentina hat eine verheerende Idee…

Eigentlich fand ich dieses Buch nicht wirklich zäh im klassischen Sinne. Aber ich fand es auch nur sehr selten, wenn überhaupt, spannend. Vielleicht lag es auch daran, dass ich im letzten Monat wenig Zeit zum Lesen habe und so nicht so richtig hineingekommen bin, aber ich habe etwas gemacht, was ich schon ewig nicht mehr gemacht habe: ich habe das Buch beiseite gelegt und nebenbei ein anderes gelesen.

Es gab sympathische Charaktere, ja. Es gab auch Konflikte, die nicht schlecht waren, die aber meines Erachtens auf die falsche Art und Weise gelöst wurden. Der übersinnliche Faktor, auch wenn er eigentlich einen Großteil des Romans ausmacht, wirkte irgendwie fehl am Platz, und ich konnte mich auch mit den Zwillingen nie so richtig anfreunden. Szenen am Ende, die eigentlich Schlüsselszenen sein sollten, haben ihre Wirkung für mich ein wenig verfehlt, und auch wenn das Ende abgerundet war, war es nicht vollkommen zufriedenstellend. Kurz: es hat irgendwie immer etwas gefehlt.

Alles in allem ist “Die Zwillinge von Highgate” kein Buch, über das ich mich ärgere, weil es schlecht war und mir die Zeit gestohlen hat (obwohl es letzteres tatsächlich getan hat), aber irgendwie sind auch nur wenige positive oder bemerkenswerte Eindrücke hängen geblieben, und darum finde ich, dass es glatte drei Sterne verdient hat.

»Ruhm« »Das Mädchen mit den zwei Blutgruppen«


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