Nefa & Mim | 16. April 2010 | 00:04
John Green & David Levithan:

»Will Grayson, Will Grayson«



Genre: Drama & Trauriges, Humor & Skurriles, Kinder & Jugend, Liebe & Beziehungen
Orginaltitel: #usa
Seitenzahl: 304 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2010
Nefas Bewertung: 5*
Mims Bewertung: 5*
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Will Grayson lebt nach dem Motto “don’t care too much and shut up“. Er versucht, in jeder Situation möglichst wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, was ihm durch seinen besten Freund Tiny Cooper durchaus erschwert wird. Tiny Cooper – beschrieben als “the world’s largest person who is really, really gay” und “the world’s gayest person who is really, really large” – ist alles andere als unauffällig: er ist riesig, laut und schreibt ein autobiografisches Musical.
Der andere will grayson ist depressiv, der einzige Lichtblick in seinem Leben ist Isaac, den er online kennen gelernt hat und für den er schon bald mehr fühlt als nur Freundschaft. will grayson fährt nach Chicago, um endlich Isaac zu treffen, doch zu seiner großen Enttäuschung taucht dieser nicht zur Verabredung auf, stattdessen trifft er seinen Namensvetter Will Grayson, der ihm schlussendlich Tiny Cooper vorstellt. Das zufällige Treffen der beiden Will Graysons verändert das Leben beider in einer Weise, die sie sich nie ausgemalt hätten.

Die Kapitel des Buches sind abwechselnd aus der Sicht von Will Grayson und will grayson (der ausschließlich in Kleinschreibung erzählt) geschrieben. John Green (“Looking For Alaska”, “Paper Towns”) und David Levithan (“Nick and Norah’s Infinite Playlist”, “Boy Meets Boy”) haben je einen Will Grayson übernommen; dafür allein würde ich dem Buch schon fünf Sterne geben. Zugegeben, John Green könnte auch ein Telefonbuch schreiben und ich würde es mit Begeisterung lesen.
Die Handlung des Buches ist wirklich orginell und mir gefällt, wie offen das Thema Homosexualität behandelt wird. Die Charaktere sind authentisch herausgearbeitet, und auch wenn mir zuerst will grayson und dann Will Grayson mit seinem Gejammere eher auf die Nerven ging, war zumindest Tiny Cooper immer fröhlich und gut gelaunt, und schlussendlich habe ich doch alle drei Hauptcharaktere in mein Herz geschlossen.
Alles in allem – definitiv fünf Punkte für dieses wundervolle Buch, das ich gleich nach Erscheinen in drei Tagen fertig gelesen habe. (Nefa)

Erfrischenderweise habe ich mit diesem Buch endlich wieder meine Lust am Lesen zurückgewonnen. Der lebensnahe, und gleichzeitig locker-witzige Stil des Buches hat mich nach kürzester Zeit überzeugt, haben mich auch an “Nick and Norah” erinnert, das ich ja aus ähnlichen Gründen mochte. “Will Grayson, Will Grayson” behandelt ein paar richtig brisante Themen: Tiny Cooper ist nicht nur schwul (und macht daraus keineswegs ein Geheimnis), sondern auch übergewichtig, und will grayson ist depressiv und abweisend, weshalb er auch kaum richtige Freunde hat. Will Grayson hat aber auch seine Konflikte, auch wenn sie “normaler” zu sein scheinen als die der anderen: ein Mädchen, bei dem er sich nicht sicher ist, was genau er denn von ihr will, und die Angst, seinen besten Freund zu verlieren.
Irgendwie hat man dieses eigenartige Sortiment an Hauptcharakteren sofort gern, weil sie eben einfach alle so sind, wie sie sind, und diese gute Basis wird dem Aufbau des Buches aufgepeppt, da die Perspektivenwechsel meiner Meinung nach immer genau im richtigen Moment stattfanden und wills Schreibstil sich so von Wills unterscheidet. Kombiniert mit einer abwechslungsreichen Handlung ergibt sich ein Buch, das man in null Komma nichts ausgelesen hat und das einen mehrmals aus verschiedensten Gründen zum Lächeln bringt. (Mim)

»2666« »Ex Libris – Bekenntnisse einer Bibliomanin«


  1. Mandy — Wednesday, 12.May 2010 — 23:08

    Klingt wirklich interessant. Habe ich noch nie von gehört, aber der Konflikt zwischen den beiden reizt mich. Hat durchaus potenzial auf meiner Wunschliste zu kommen.

    LG,
    Mandy

  2. Nefa — Sunday, 16.May 2010 — 01:33

    Ist auch erst Anfang April in Amerika erschienen, außerdem kennt kaum jemand John Green-Bücher… leider!!

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