»Mängelexemplar«
Genre: Drama & Trauriges, Humor & Skurriles, Liebe & Beziehungen Orginaltitel:
Seitenzahl: 263 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2009
Mims Bewertung: 
Nefas Bewertung:
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Karo ist eine relativ normale, junge Frau, wortgewandt und sarkastisch – sie beschreibt sich nur selbst als anstrengend und emotional. Vielleicht zeigen diese Eigenschaften schon an, was unter der Oberfläche brodelt, denn als sie ihren Job verliert und schließlich auch noch ihr Freund Philipp endgültig Schluss macht, kommt es zum totalen Zusammenbruch – auch wenn es mit Philipp sicherlich nicht die große Liebe war, die Angst vor dem Alleinsein bewahrheitet sich. Karo stürzt in die Depression, versucht sich verzweifelt dagegen zu wehren und tritt verschiedenen Menschen in ihrem Leben anders entgegen als zuvor.
In vieler Hinsicht ein Wahsinnsbuch. Die intelligente, selbstironische Karo ist mit ihrem Humor und ihren ganz normal menschlich nachvollziehbaren Gedanken sofort sympathisch, und aus den selben Gründen kann man sich perfekt in sie hineinversetzen. Zwischen normalen, aber unangenehmen Situationen, in denen sich sicher jeder schon befunden hat, kommen die wirklich schwierigen, in denen Karo auf einmal mit ihrer Panik fertig werden muss, und Kuttner wendet ihre Metaphern die ganze Zeit so an, dass sie Gefühle unterstreichen, aber nie lächerlich wirken (und wenn, dann wird das schon im Roman selbst bemerkt). Das inzwischen allgegenwärtige Thema Depression wird so aufbereitet, dass es für jeden zugänglich ist, vor allem, ohne dabei gefühlsduselig oder realitätsfern zu werden – alles in allem ein geschicktes und absolut authentisches Buch. (Mim)
Authentisch ist wohl das Wort, das dieses Buch am Besten beschreibt. Sarah Kuttner schreibt einen wahnsinnig realistischen Roman über eine junge Frau, mit der man sich sofort indentifizieren und sich in ihre Situation hineinversetzen kann. Die Probleme von Karo erscheinen einem bekannt, nicht weit hergeholt; von alltäglichen Schwierigenkeiten über Beziehungsprobleme und Angstattacken – die Probleme werden authentisch beschrieben und nicht übertrieben. Das Thema Depression wird gleichermaßen mit Ernst und Humor genommen, eine gute Mischung, die einem die Krankheit Depression mit allen ihren Facetten näher bringt. (Nefa)









