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	<title>Comments on: &#187;Wenn ein Reisender in einer Winternacht&#171;</title>
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	<description>Bücherrezensionen</description>
	<lastBuildDate>Mon, 22 Nov 2010 17:04:21 +0000</lastBuildDate>
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		<title>By: Andy</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/wenn-ein-reisender-in-einer-winternacht/comment-page-1/#comment-134</link>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 15:59:44 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hatte befürchtet, dass das Wort „Lesen“ in „steht hier das Lesen im Zentrum“ anders verstanden wird, als ich es meinte. Hab sogar ein Weilchen über die Wortwahl nachgedacht, aber anscheinend falsch entschieden. „Literatur“ wollte ich stattdessen aber auch nicht schreiben, da das dann gleich nach Hochliteratur klingt und es wird ja, wenn ich mich recht erinnere, auch auf „billige“ Agentenromane angespielt. Der Begriff „Bücher“ ist andererseits wohl zu sehr auf die Materialität beschränkt... Die Wortwahl fällt mir wahrlich nicht leicht.

Die meisten potentiellen Leser sind wohl, wie du sagst, „zu blöd“, um alles daran zu verstehen. Da schließe ich mich nicht aus. Jedenfalls würde ich dann davon abraten, Arno Schmidt zu lesen, da es von ihm heißt, dass manche Anspielungen nur für einen kleinen Kreis von Menschen geschrieben ist und nicht mal Kenner, die sich darauf spezialisiert haben, verstehen alles.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte befürchtet, dass das Wort „Lesen“ in „steht hier das Lesen im Zentrum“ anders verstanden wird, als ich es meinte. Hab sogar ein Weilchen über die Wortwahl nachgedacht, aber anscheinend falsch entschieden. „Literatur“ wollte ich stattdessen aber auch nicht schreiben, da das dann gleich nach Hochliteratur klingt und es wird ja, wenn ich mich recht erinnere, auch auf „billige“ Agentenromane angespielt. Der Begriff „Bücher“ ist andererseits wohl zu sehr auf die Materialität beschränkt&#8230; Die Wortwahl fällt mir wahrlich nicht leicht.</p>
<p>Die meisten potentiellen Leser sind wohl, wie du sagst, „zu blöd“, um alles daran zu verstehen. Da schließe ich mich nicht aus. Jedenfalls würde ich dann davon abraten, Arno Schmidt zu lesen, da es von ihm heißt, dass manche Anspielungen nur für einen kleinen Kreis von Menschen geschrieben ist und nicht mal Kenner, die sich darauf spezialisiert haben, verstehen alles.</p>
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		<title>By: Mim</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/wenn-ein-reisender-in-einer-winternacht/comment-page-1/#comment-133</link>
		<dc:creator>Mim</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 22:25:59 +0000</pubDate>
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		<description>Aber es war eben genau das Ding, dass ich NICHT frustriert war, dass es an der spannendsten Stelle aufhört - das hätte ich ja gern gehabt, dann hätte ich die Strategie durchaus genial gefunden - für mich ist es gar nicht erst spannend geworden. Du widerspricht dir aber selber ein bisschen damit, dass das Lesen im Zentrum steht - wie auch im Roman immer wieder erwähnt wird, &quot;einfach nur lesen&quot; - und gleichzeitig sollte man sich aktiv informieren müssen, um in den vollen Genuss kommen zu können?
(Finds andererseits auch selber ein bisschen frustrierend, dass es immer die etwas gehobenere Literatur ist, bei der mir beim Lesen die Augen zuklappen - vielleicht bin ich ja auch einfach zu blöd für solche Bücher. :/ Ich versuchs weiter, vielleicht finde ich doch noch was.)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Aber es war eben genau das Ding, dass ich NICHT frustriert war, dass es an der spannendsten Stelle aufhört &#8211; das hätte ich ja gern gehabt, dann hätte ich die Strategie durchaus genial gefunden &#8211; für mich ist es gar nicht erst spannend geworden. Du widerspricht dir aber selber ein bisschen damit, dass das Lesen im Zentrum steht &#8211; wie auch im Roman immer wieder erwähnt wird, &#8220;einfach nur lesen&#8221; &#8211; und gleichzeitig sollte man sich aktiv informieren müssen, um in den vollen Genuss kommen zu können?<br />
(Finds andererseits auch selber ein bisschen frustrierend, dass es immer die etwas gehobenere Literatur ist, bei der mir beim Lesen die Augen zuklappen &#8211; vielleicht bin ich ja auch einfach zu blöd für solche Bücher. :/ Ich versuchs weiter, vielleicht finde ich doch noch was.)</p>
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		<title>By: Andy</title>
		<link>http://www.literarisches-quartett.org/2010/02/wenn-ein-reisender-in-einer-winternacht/comment-page-1/#comment-126</link>
		<dc:creator>Andy</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 10:25:11 +0000</pubDate>
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		<description>Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich unsere Geschmäcker sind. &lt;em&gt;Wenn ein Reisender in einer Winternacht&lt;/em&gt; ist eines meiner Lieblingsbücher, wie man ja auch meinem Steckbrief entnehmen kann.
Das &quot;philosophische Geschwafel&quot; (harte Worte!) und die Anspielungen in den zehn Romananfängen auf andere herausragende Autoren erfordern, zugegebenermaßen enorme Vorkenntnisse, die ich auch nicht immer vorweisen konnte. Aber wenn man als Leser schon mit &quot;du&quot; und Imperativen angesprochen wird, dann ist es zum &quot;Informier dich!&quot; nicht mehr weit. Denn auch wenn einem von Anfang an die Rolle des Lesers zugeschrieben wird, muss man diese transzendieren, um das Buch genießen zu können. Der passive Leser muss zum aktiven Mit-Autor werden.
Klar ist es frustrierend, wenn der Romananfang an der spannendsten Stelle abbricht oder die &quot;Haupthandlung&quot; ständig unterbrochen wird, doch das ist ja gerade ein Aspekt gutgeschriebener Literatur, dass sie absichtlich bestimmte Gefühle hervorrufen kann. Und wennglech die Intention des Autors eine mehr als problematische Kategorie ist, so kann doch mit Sicherheit behauptet werden, dass Calvino kein Dilettant in Sachen Form und Inhalt war.
Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern steht hier das Lesen im Zentrum. Es bildet den roten Faden. Doch gerne zu lesen reicht in diesem Fall als Anforderung an Leser nicht, man muss sich intensiv mit Literatur befassen wollen und bereit sein, die Dekonstruktion des Gewohnten und Gewöhnlichen mitzuerleben. Wenn ein Lesender in einer Winter- oder Sommernacht das schafft, dann muss es sicherlich ein großartiges Buch sein.

[Wenn ich nur mehr Zeit und einen weniger vollen Schrank ungelesener Bücher hätte, würde ich Calvinos Metaroman nochmal lesen und eine ausführlichere Rezension schreiben. Ein Thema voller &lt;em&gt;Wenns&lt;/em&gt;]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da sieht man mal wieder wie unterschiedlich unsere Geschmäcker sind. <em>Wenn ein Reisender in einer Winternacht</em> ist eines meiner Lieblingsbücher, wie man ja auch meinem Steckbrief entnehmen kann.<br />
Das &#8220;philosophische Geschwafel&#8221; (harte Worte!) und die Anspielungen in den zehn Romananfängen auf andere herausragende Autoren erfordern, zugegebenermaßen enorme Vorkenntnisse, die ich auch nicht immer vorweisen konnte. Aber wenn man als Leser schon mit &#8220;du&#8221; und Imperativen angesprochen wird, dann ist es zum &#8220;Informier dich!&#8221; nicht mehr weit. Denn auch wenn einem von Anfang an die Rolle des Lesers zugeschrieben wird, muss man diese transzendieren, um das Buch genießen zu können. Der passive Leser muss zum aktiven Mit-Autor werden.<br />
Klar ist es frustrierend, wenn der Romananfang an der spannendsten Stelle abbricht oder die &#8220;Haupthandlung&#8221; ständig unterbrochen wird, doch das ist ja gerade ein Aspekt gutgeschriebener Literatur, dass sie absichtlich bestimmte Gefühle hervorrufen kann. Und wennglech die Intention des Autors eine mehr als problematische Kategorie ist, so kann doch mit Sicherheit behauptet werden, dass Calvino kein Dilettant in Sachen Form und Inhalt war.<br />
Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern steht hier das Lesen im Zentrum. Es bildet den roten Faden. Doch gerne zu lesen reicht in diesem Fall als Anforderung an Leser nicht, man muss sich intensiv mit Literatur befassen wollen und bereit sein, die Dekonstruktion des Gewohnten und Gewöhnlichen mitzuerleben. Wenn ein Lesender in einer Winter- oder Sommernacht das schafft, dann muss es sicherlich ein großartiges Buch sein.</p>
<p>[Wenn ich nur mehr Zeit und einen weniger vollen Schrank ungelesener Bücher hätte, würde ich Calvinos Metaroman nochmal lesen und eine ausführlichere Rezension schreiben. Ein Thema voller <em>Wenns</em>]</p>
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