»Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär«
Genre: Fantasy & Übernatürliches, Humor & Skurriles Orginaltitel:
Seitenzahl: 703 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 1999
Mims Bewertung:
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Blaubär ist … nun ja, eben das, was sein Name sagt, ein Blaubär. Angefangen von seiner ersten Lebenserinnerung, als er in einer Nussschale auf dem Meer trieb und dann zu den Zwergpiraten gelangte, hat er wahnsinnig viel zu erzählen. Blaubären haben nämlich siebenundzwanzig Leben. Die ersten dreizehneinhalb schildert er in dieser Geschichte genauestens. So bringen ihm Tratschwellen das Sprechen bei, er wird der Assistent eines Rettungssauriers, genießt eine einzigartige Ausbildung an der Nachtschule – geleitet vom berühmtesten Eydeeten Zamoniens, Abdul Nachtigaller -, irrt durch Katakomben, einen Wald und die Wüste und gelangt schließlich an sein Ziel, Atlantis, wo er faszinierter Fan der Lügengladiatoren wird. In all diesen Situationen gibt es immer wieder Gefahren, denen er ab und zu mit einer List, aber in erster Linie mit einer geradezu unverschämten Portion Glück entkommt…
Was ich gerade in der Handlung beschrieben habe, deckt nicht ansatzweise ab, was in diesem Buch alles passiert. Wie man es von Moers kennt – ein Feuerwerk an Ideen, diesmal sogar noch mehr als in “Die Stadt der träumdenen Bücher” und “Rumo”, da die dreizehneinhalb Leben wahnsinnig viel Spielraum bieten. Wie in diesen beiden Romanen, die ich davor schon gelesen habe, war es auch niemals langweilig. Trotzdem hat mir “Käpt’n Blaubär” ein kleines bisschen weniger gefallen. Nach langem Überlegen bin ich zum Schluss gekommen, dass das wahrscheinlich an Blaubär selbst liegt – er ist einfach wahnsinnig einfältig, und was Moers sich immer einfallen lässt, um ihn aus seinen brenzligen Situationen zu retten, ist teilweise einfach nur mehr abstrus. Das ist mit Sicherheit gewollt, aber mein Sinn für Logik hat sich immer wieder gemeledet und laut geschrieen, dass da was nicht stimmen kann. Alles in allem: verglichen mit den Moers-Büchern, die ich schon kenne, weniger toll, und danach habe ich es mit vier Sternen bewertet. Das heißt aber trotzdem, dass es sehr lesenswert und kurzweilig war.









