»Zeit deines Lebens«
Genre: Drama & Trauriges, Fantasy & Übernatürliches, Liebe & Beziehungen Orginaltitel: “The Gift”

Seitenzahl: 363 (Hardcover) Erscheinungsjahr: 2008 Mims Bewertung:
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Lou Suffern ist in seinem Job sehr erfolgreich und ehrgeizig – dafür bezahlt er allerdings einen Preis: alles andere in seinem Leben, was ihm eigentlich wichtig sein sollte, stellt er weit hinten an. Er nimmt sich kaum Zeit für seine Frau und schon gar nicht für seine Kinder, stattdessen kann er nicht widerstehen, wenn eine Frau mit ihm flirtet. Deals sind ihm wichtiger, als Versprechen einzuhalten, die er seiner Familie gegeben hat, und auch von seinen Eltern und seinen Geschwistern hat er sich schon lange distanziert. Kein Wunder, dass das Vertrauen sinkt, das sie ihm entgegenbringen. Dann jedoch macht Lou eine Bekanntschaft, die sein Leben verändert: ein Obdachloser namens Gabe zieht seine Aufmerksamkeit auf sich, und Lou hat das Gefühl, ihm helfen zu müssen, darum beschafft er ihm einen Job, sozusagen als Geschenk. Gabe wird Lou aber immer suspekter und mischt sich auf ganz radikale Weise in sein Leben ein – um Lou von seiner Seite aus auch ein Geschenk zu machen…
Ehrlich gesagt hätte die Handlung mich gar nicht so angesprochen, außerdem waren meine Erwartungen an Ahern seit “Ich hab dich im Gefühl” stark gesunken. Im Prinzip dachte ich mir: ich lese noch dieses eine Buch von ihr, und falls es schon wieder schlecht ist, habe ich mit ihr abgeschlossen. Nun, was soll ich sagen: sie hat sich zum Glück noch einmal herausgerissen. Ein Vorteil ist schon einmal, dass wir es diesmal nicht mit einer klischeehaften Liebesgeschichte zu tun haben – vielleicht mit einem leicht weihnachtlichen Roman, der ebenfalls ein paar Klischees beinhaltet, die Ahern diesmal aber auf authentische Weise umgesetzt hat und der tatsächlich auch ein wenig zum Nachdenken anregt. Grundsätzlich war es relativ spannend und nicht zu gewöhnlich, außerdem gab es ein abklärendes und abgerundetes Ende. Zu bemängeln habe ich jedoch, dass einige Metaphern hinkten, woran meiner Beurteilung nach nicht nur die Übersetzung falsch ist, und Ahern insofern stilistisch ein paar Schwächen hat.









