Genre: Humor & Skurriles, Liebe & Beziehungen Orginaltitel:
Seitenzahl: 320 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2000
Mims Bewertung:
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Becky Bloomwood ist ausgerechnet eine Journalistin für eine Finanzzeitschrift. Dabei ist der Haushalt mit Geld in ihrem persönlichen Leben nicht gerade ihre Stärke, denn sie hat ein äußerst teures Hobby – sie liebt es, shoppen zu gehen. Über nichts freut sie sich mehr als über neu gekaufte Dinge. Aber plötzlich wird ihr das mehr und mehr zum Verhängnis – die Schulden häufen sich, ebenso die Briefe von der Bank. Beckys Lösung ist erst einmal, den Kopf in den Sand zu stecken, doch ihr Bankmanager lässt sich irgendwann kaum mehr abwimmeln. Leider kommt Becky nicht damit zurecht, weniger zu kaufen. Schließlich braucht sie die Sachen doch alle. Auch mit dem Lottogewinn klappt es nicht – vielleicht soll sie einen reichen Mann heiraten? Als sie aber ihre netten Nachbarn mit einer Unachtsamkeit um eine große Geldsumme bringt, stößt sie auf eine interessante Story…
Nach Jahren habe ich dieses Buch jetzt endlich einmal im Original gelesen, und erfreulicherweise kommt Kinsellas Stil da genauso herüber wie in der Übersetzung: durch die lockeren, simplen Sätze und dadurch, dass man in Echtzeit Beckys Gedanken und ihre ständigen Dilemmas miterlebt, fliegt man in Null Komma Nichts über die Seiten und lacht die Protagonistin, die man einfach gern haben muss, zwar auf der einen Seite für ihre fehlende Selbstdisziplin und ihre Tollpatschigkeit aus, fühlt aber auch in den brenzligen oder peinlichen Situationen mit ihr mit. Kinsella hat es geschafft, mir Shoppingsucht nachvollziehbar zu schildern, dadurch, dass sie immer wieder live miterleben lässt, wie Becky sich fühlt, wenn sie ein Geschäft betritt – zugleich aber erlebt man immer wieder einen Schock, wenn man mitbekommt, was sie bei ihren Shoppingtouren alles so anhäuft.
Was sich im Gegensatz zum letzten Lesen für mich verändert hat, ist, dass Becky jetzt nur mehr sechs Jahre älter ist als ich, was mir relativ wenig vorkommt, und ich denke mir vielleicht etwas weniger als beim ersten Mal, dass sie sich für eine erwachsene Frau wirklich furchtbar benimmt – immerhin kann ich mir auch nicht vorstellen, mit fünfundzwanzig in jeder Beziehung vollkommen vernünftig zu sein. Beckys Sympathie macht unter anderem auch aus, dass sie sehr viele Schwächen hat und dadurch nun einmal menschlich erscheint, auch wenn man ihr ab und zu gerne zuschreien würde, dass sie sich ein bisschen zusammenreißen soll.









