»Coriolanus«
Genre: Drama & Trauriges, Historisches, Klassiker, Politik & Gesellschaft, Theaterstücke Orginaltitel:

Seitenzahl: 179
Erscheinungsjahr: 1607
Andys Bewertung:

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Wieder einmal wird aus einem Shakespearestück ein Blockbuster gemacht. Die Römertragödie Coriolanus wird unter der Regie von Ralph Fiennes, der auch die Titelrolle spielt, in die heutige Zeit versetzt. Den Gegenspieler mimt Gerard Butler.
Die Plebejer rebellieren: während sie hungern müssen, scheinen die adligen Staatsmänner im Überfluss zu leben. Und auch von außen wird Rom bedroht, durch die Volsker. Nachdem der Patrizier Caius Marcius einen erneuten Sieg über sie erreicht hat, dieses Mal, indem er auf besonders tapfere Weise die Stadt Corioles erobert hat, wird ihm der Beiname Coriolanus verliehen. Zudem soll er in das Amt des Konsul erhoben werden. Doch sein streitsüchtiges und stolzes Gemüt, sowie die Volkstribune Sicinius Velutus und Junius Brutus die diese Schwächen auszunützen wissen, stehen ihm im Weg. Widerwillig tritt er vor das Volk, um dessen Zustimmung zu erlangen und ist dabei sogar erfolgreich. Die Tribune können die Plebejer jedoch dazu überreden ihre Meinung noch einmal zu ändern, und als der Hitzkopf Coriolanus sie daraufhin beschimpft, wird er aus der Stadt verbannt, aber nicht ohne sich vorher noch von seiner Familie zu verabschieden. Sein Ziel ist Antium, wo er sich mit seinem ehemaligen Erzfeind, dem volskischen General Aufidius, gegen Rom verbünden will…
Ein weiteres Mal hat Shakespeare eine faszinierende Hauptfigur geschaffen. Coriolanus ist ein wahrer Kriegsheld: furchtlos und resolut. Alle werfen ihm vor zu stolz zu sein, aber eigentlich wird das aus seinen Reden gar nicht so deutlich. Es ist aber schon zum Teil frustrierend, wie Coriolanus seine Wut nicht unter Kontrolle hat und durch seine Reizbarkeit leicht zu manipulieren wird. Neben den Tribunen beeinflusst ihn nämlich auch noch seine Mutter Volumnia. Sicinius Velutus und Junius Brutus sind zwar kaum voneinander zu unterscheiden, aber in ihrer Boshaftigkeit sind sie genial. Die Dispute wirken zum Teil jedoch repetitiv und in die Länge gezogen.
Obwohl nicht so schonungslos und facettenreich wie die Römertragödie Titus Andronicus, ist Coriolanus doch ein solides Shakespearestück.









