Mim | 1. October 2009 | 23:10
Helen Fielding:

»Schokolade zum Frühstück«



Genre: Humor & Skurriles, Liebe & Beziehungen
Orginaltitel: “Bridget Jones’s Diary” #uk
Seitenzahl: 345 (Paperback, Sammelband)
Erscheinungsjahr: 1996
Mims Bewertung: 2*
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Bridget Jones ist eine Frau in ihren Dreißigern, die vergeblich versucht, ihr Leben auf die Reihe zu kriegen: ihr fehlt nach wie vor der Mann an ihrer Seite, was auch ihre Verwandten nicht müde zu bemerken werden, versucht ihren Job damit zu vereinbaren, dass sie hoffnungslos in ihren Chef Daniel Cleaver verliebt ist, muss sich mit ihrer anstrengenden Mutter herumschlagen und neben all dem versucht sie erfolglos, mit dem Rauchen und Trinken aufzuhören sowie abzunehmen. Das alles wird turbulenter, als ihre Verwandten sie mit dem Anwalt Mark Darcy zu verkuppeln versuchen, der auf Bridget aber so gar keinen guten Ersteindruck macht, der Flirt mit Daniel seine Hochs und Tiefs erfährt und Bridgets Mutter ihren Vater betrügt. Kein Wunder, dass Bridget verzweifelt und ihre Laster umso schwerer in den Griff bekommt…

Eigentlich war ich sehr enttäuscht von diesem Buch. Bridget Jones – der Frauenbuchklassiker schlechthin – und ich habe eine witzige, schräge Geschichte erwartet, mit der Bridget, wie man sie eben aus dem Film kennt. Allerdings waren auf einmal nur mehr ihre nervigen Seiten da und die Liebesgeschichten waren nicht wirklich etwas Besonderes (auf und ab, hier und da etwas Verzweiflung, sehr simple Abfertigung am Schluss), dafür zog sich die Nebenstory um die Mutter (und nebenbei diverse andere anstrengende Verwandte) viel zu sehr. Die Seiten, in denen sie sich ihren Liebhaber Julio angelt und zum C-Promi hocharbeitet, habe ich nur überflogen, und da gab es dann auch viel zum überfliegen (Großteile der letzten Kapitel). Muss sagen, dass der Film mir besser gefällt: eine Art gefilterte Version des Romans, in dem nur mehr sämtliche Pannen und Peinlichkeiten karikiert dargestellt werden und das Hin und Her mit den Männern im Vordergrund steht. Im Buch geht es nur um eine durchschnittliche (aber überdurchschnittlich neurotische) Frau mit uninteressanten Freunden (schwuler bester Freund – ich frage mich, ob dieses Klischee wenigstens von Bridget Jones kommt -  und Kampffeministin, die ihre eigene Beziehungsfrustration damit überspielt, dass sowieso alle Männer “Flachwichser” seien), weder in Ebbe- noch in Blütezeit erwähnenswertem Liebesleben noch sonstigen interessanten Hobbys oder Charakterzügen, und da kann auch die Schrulligkeit sie nicht mehr retten. Schnulzige Film-Klischee-Szenen hätten sogar noch irgendwie gut getan. Werde wahrscheinlich nicht einmal mehr “Am Rande des Wahnsinns” lesen.

»Tausend strahlende Sonnen« »The Pillars of the Community«


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