Mim | 19. September 2009 | 02:09
Allan & Barbara Pease:

»Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken«



Genre: (Auto-)Biografisch, Humor & Skurriles, Liebe & Beziehungen, Politik & Gesellschaft, Sachbuch
Orginaltitel: “Why Men Don’t Listen And Women Can’t Read Maps” #au
Seitenzahl: 388 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 1998
Mims Bewertung: 4*
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Die Gesellschaft legt momentan großen Wert darauf, dass Männer und Frauen gleichberechtigt sind – dabei wird gleichwertig aber häufig mit gleichartig verwechselt. Und das, obwohl das männliche und das weibliche Gehirn eigentlich grundverschieden sind, wie sich auch wissenschaftlich erweise lässt. Die Autoren Allan und Barbara Pease analysieren alle möglichen Klischees, an denen jedoch sehr häufig etwas dran ist, schildern anhand Alltagssituationen, die sie von sich selbst oder von Freunden kennen, wie verschieden Männer und Frauen sind und woran das überhaupt liegt, ob an der Biochemie oder tief verwurzelten Urinstinkten. Fest steht: Männer und Frauen haben unterschiedliche Stärken, lösen Probleme auf verschiedene Art und Weise, kommunizieren unterschiedlich. All das ist eigentlich wichtig zu verstehen, wenn man eine Beziehung führen will…

Ich war eigentlich gar nicht so sehr an diesem Buch interessiert, aber wegen guter Rückmeldungen von Bekannten und weil ich es billig in einer Wühlkiste erstanden habe, habe ich doch beschlossen, es zu lesen. Im Großen und Ganzen fand ich es eigentlich dann auch recht spannend, die Eigenheiten beider Geschlechter nicht nur aufgezählt zu sehen, sondern auch erklärt zu bekommen. Es waren auch einige Dinge dabei, die mir neu waren. Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, ist, dass sich nach einiger Zeit extrem vieles wiederholt hat. In jedem Kapitel kommt der selbe Satz umformuliert unzählige Male vor, was meiner Meinung nach nicht sein müsste. Ich glaube, dass dieses Buch das erste ist, das sich explizit mit Unterschieden von Männern und Frauen befasst. Allerdings werden sehr oft Klischees aufgegriffen, die man schon lange vorher gekannt hat, die aber in diesem Buch wie etwas Neues dargestellt werden. Das hat mich teilweise ein bisschen irritiert, aber es ließ sich darüber hinwegsehen, da hinter den meisten Sachen doch mindestens ein Körnchen Wahrheit steckte. Ich teile auf jeden Fall die Meinung der Autoren, dass es wichtig wäre, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern bewusst zu machen – wie sie sehr oft anmerken: die Unterschiede sind Fakt, bedeuten aber nicht, dass einer von beiden besser oder schlechter ist. Alles in allem ein interessantes Buch, das sich wohl von gewöhnlichen Beziehungs-Selbsthilfebüchern auch ganz schön abhebt, und teilweise auch amüsant. Ganz lustig war auch der enthaltene Persönlichkeitstest, wie das eigene Gehirn “programmiert” ist, das heißt, wie “männlich” bzw “weiblich” es gepolt ist.

»Enigma« »Das Kartengeheimnis«


  1. Andy — Sunday, 20.September 2009 — 20:46

    Verrätst du uns auch dein Testergebnis?

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