Genre: Thriller & Krimis Orginaltitel: “Die Süße des Lebens”
Seitenzahl: 293 Seiten (Paperback)
Erscheinungsjahr: September 2008
Ales Bewertung:
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In einer Kleinstadt verbringt die 7-jährige Katharina einen gemütlichen Spieleabend mit ihrem Großvater, der plötzlich endet, als ein Besucher autaucht, der mit dem Großvater nach draußen geht. Als dieser nicht zurückkommt und Katharina sich aufmacht um ihn zu suchen, macht sie eine grausige Entdeckung: der Großvater liegt mit zermalmtem Kopf tot im Schnee. Der Schock trifft das Mädchen so stark, dass sie von jenem Moment an nicht mehr spricht. Der Psychiater Raffael Horn übernimmt die Therapie und gerät dadurch in die Ermittlung des Todesfalles. Langsam versucht er, das Mädchen zum Reden zu animieren, um wichtige Hinweise zu erhalten. Damit wäre vor allem dem zuständigen Kommisar Kovacs geholfen, der aufgrund einer gescheiterten Ehe selbst psychisch angeknackst ist und der im Zuge der Ermittlungen erkennen muss, dass es sich bei dem Todesfall um einen Mord handelt.
Zeitgleich werden im Ort mehrere Tiere auf grausame Weise getötet. Die Frage, ob es einen Zusammenhang gibt, ist offen.
Der Mörder scheint jedenfalls ein Psychopath zu sein. Doch kommt Kovacs mit allen verwirrenden Spuren und Erkenntnissen auch tatsächlich zur Lösung des Falles?
Ganz allgemein finde ich dieses Buch ein wenig seltsam und verwirrend. Schon in den ersten Kapiteln kommen viele Namen vor, die ein gewissenhafter Leser sich umsonst merken würde, da sich nicht wieder vorkommen. Außerdem gibt es mehrere Handlungsstränge, die einem manchmal als unzusammenhhängend vorkommen. Aber eines muss man Hochgatterer lassen: seine Geschichte ist bis ins letzte Detail durchdacht, auch wenn man selber lange nachdenken muss, um alle Beweggründe zu verstehen.
Die Sprache ist sehr interessant (das kann man verstehen, wie man will) und durch die kurzen Kapitel baut sich die Spannung immer weiter auf. Trotzdem hat die Geschichte eine Art Open-End, denn man findet nicht viel über den Mörder heraus. Tatsächlich habe ich das Ende erst verstanden, nachdem ich es mit anderen besprochen und diskutiert hatte und selbst da waren wir uns alle zusammen nicht sicher.
Und das am wenigsten Nachvollziehbare ist für mich, warum das Buch den Deutschen Krimipreis erhalten hat, da der Krimi in der Geschichte sehr vernachlässigt wird.
Dieses Buch ist meiner Meinung nach nicht wirklich das Meisterwerk, für welches es gehalten wird, aber gerade hier ist es wichtig, dass sich jeder eine eigene Meinung bildet!









