Genre: (Auto-)Biografisch, Liebe & Beziehungen, Politik & Gesellschaft Orginaltitel: “The Game”

Seitenzahl: 452 (Paperback) Erscheinungsjahr: 2005 Mims Bewertung:
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Neil Strauss ist eigentlich ein ganz schön durchschnittlicher Mann, der nicht recht weiß, was er tun muss, um auf eine Frau zuzugehen und dem seine Schüchternheit im Weg steht. Das ändert sich, als er durch einen Ratgeber einen Einblick in die Verführungskunst bekommt und daraufhin beschließt, an einem Workshop teilzunehmen, in dem man von echten Aufreißer-Profis sozusagen unterrichtet wird. Neil lernt schnell – bald legt er sich sein Pseudonym “Style” zu und ist nach kurzer Zeit seinen Mentoren, etwa Mystery und Ross Jeffries, ebenbürtig und sogar überlegen. Er hat sämtliche Tricks drauf, um Frauen zu verführen. Doch die Community, in der er gelandet ist, verändert sich stetig, und in dieser Welt hat Style mit Konkurrenzdruck und Aggressivität zu kämpfen und muss nebenbei mit ansehen, wie Mystery, der einmal Meisterverführer war, zugrunde geht…
Eine sehr interessante, ungewöhnliche Geschichte. Wer hätte gedacht, dass es wirklich Leute gibt, die mit der Kunst des Verführens ihr Geld verdienen? Ich muss sagen, dass es mich teilweise beeindruckt hat, wie souverän die Tricks angewandt werden und es war auch spannend, mitzuverfolgen, was es so für Sprüche und Methoden gibt. (Fand eigentlich auch kaum etwas “nicht okay” daran, da die involvierten Frauen eigentlich immer wussten, worauf sie sich einlassen – und es kann ja durchaus nicht unangenehm sein, einmal von einem wirklich charmanten Kerl um den Finger gewickelt zu werden, als immer auf die selbe unbeholfene Art und Weise angegraben zu werden.) Strauss selbst hat aber im Laufe der Zeit eingesehen, dass es sich mit diesem Geschäft eher um einen Lebensabschnitt handeln sollte, falls man irgendwann Erfüllung finden möchte. Dadurch, dass er niemals zu überheblich wird und auch über seine emotionale Seite Kontrolle behält, bleibt er konstant sympathisch. Die erste Hälfte des Buches hat mir teilweise besser gefallen, in der Style alles erst entdeckt und man sich über seine Erfolge freuen und staunen kann, die zweite Hälfte enthielt mehr Intrigen (wie man sie von Männern vielleicht gar nicht so sehr erwartet hätte). Da es aber leicht zu lesen war und ein abgerundetes Ende enthielt, habe ich es trotzdem genossen.











Andy — Dienstag, 18.August 2009 — 15:35
Kann man das auch als Ratgeber lesen, um sich ein paar Strategien anzueignen? Also nicht dass ich das nötig hätte… Aber potenzielle Leser interessiert es vielleicht.
Hab schon von solchen Aufreissergruppierungen gehört. Anscheinend treiben die in manchen Großstädten hier ihr Unwesen.
Kennt jemand den Film “School for Scoundrels”? Da wird die Thematik auf lustige Weise angesprochen.
Mim — Mittwoch, 19.August 2009 — 01:22
Aha? ;) Na ja, in erster Linie zielt das Buch nicht darauf ab, ein Ratgeber zu sein, wie man auch aus den vielen Enttäuschungen bei Amazon herauslesen kann. Aber das steht nirgendwo, es geht hier mehr darum, wie Style in dieser Szene abhebt. Man kann sich aber durchaus sehr viele Anregungen holen und bekommt einmal einen Grund-Einblick, was für “Maschen” denn so funktionieren könnten. Man lernt die Denkweise ein bisschen kennen. Fand ich insofern sehr interesant.
Der Film klingt ein bisschen 08/15, wenn ich mir so die Zusammenfassung ansehe, aber das erinnert tatsächlich stark an die Workshops der Aufreißer in “The Game”… ist aber möglicherweise nur Zufall. Lustigerweise tauchen Tricks, die im Buch angewandt werden, auch immer wieder wo anders auf… zB Barney aus How I Met Your Mother mit seiner Magie, oder die (zugegebenermaßen nach hinten losgehenden) Versuche von Howard aus The Big Bang Theory, sich zB auffallend anzuziehen oder einen cathy Opener zu verwenden, wenn er auf eine Frau zugeht… sind wohl alles Grundregeln.