Genre: Drama & Trauriges, Liebe & Beziehungen Orginaltitel:
Seitenzahl: 885 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2008
Mims Bewertung:
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Die Nachricht, dass Paddy de Courcy heiraten wird, ist ein riesiger Schock für Lola – denn eigentlich ist sie seine Freundin, jedenfalls aber nicht die zukünftige Braut. Am Boden zerstört, nimmt sie sich eine Auszeit in Knockavoy, wo sie sich in der Kleinstadt mit allen anfreundet. Die Journalistin Grace gibt es auf, eine Story von Lola über Paddy zu bekommen, und konzentriert sich darauf, zusammen mit ihrem Freund Damien aus Solidarität zu ihrer lungenkrebskranken Tante Bid das Rauchen aufzugeben. Außerdem muss sie sich um ihre Schwester Marnie kümmern, die mit ihrem zunehmenden Alkoholkonsum riskiert, Ehemann, Kinder und Job zu verlieren. Letztendlich ist da noch Alicia, Paddys Verlobte, die Grace und Marnie noch von früher kennt. All diese Frauen verbindet eine Vergangenheit – oder Gegenwart – mit dem charmanten, anscheinend anbetungswürdigen Paddy – doch keine von ihnen hat so eine harmonische Beziehung mit ihm geführt, wie es scheint…
Im Prinzip schreibt Keyes wie immer authentisch, adressiert ernste Themen und schafft es dabei trotzdem noch, immer wieder ein Quäntchen Humor einzubauen, am Ende läuft alles so zusammen, wie es sein soll, und auch die Form, in der sie schreibt, ist interessant: Lolas Geschichte wird in Tagebuchform erzählt, Grace erzählt aus ihrer Perspektive, Marnie und Alicia werden aus Erzählerperspektive beschrieben. Warum also trotzdem nur drei Sterne? Als ich angefangen habe, zu lesen, hätte ich ehrlich gesagt noch weniger gegeben. Das fast neunhundert Seiten schwere Buch fängt eher schleppend an, es ist nicht leicht, sich mit den unterschiedlichen Charakteren zu identifizieren, auch wenn Keyes sich Zeit nimmt, jede Storyline mit einem Block von guten hundert Seiten einzuleiten. Aber genau das ist das Problem: es ist zu langwierig, es passiert zu wenig. Lola jammert ihrer in die Brüche gegangenen Beziehung nach, sodass man wenig sympathisieren kann. Graces Geschichte scheint wenig von Belang, und Marnie zerfließt in Selbstmitleid. Es dauerte zumindest bei mir bis zur Mitte des Romans, bis ich gelernt habe, die Beweggründe aller Charaktere zu verstehen, und zu diesem Zeitpunkt war ich dann endlich im Lesen drin. Ich glaube aber leider nicht, dass jeder so viel Geduld hat. Vielleicht die erste Hälfte überspringen – dann ist es ein super Buch!









