Mim | 26. July 2009 | 12:07
Dave Pelzer:

»Sie nannten mich ›Es‹«



Genre: (Auto-)Biografisch, Drama & Trauriges
Orginaltitel: “A Child Called ‘It’” #usa
Seitenzahl: 155 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 1995
Mims Bewertung: 4*
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David wird von seinem fünften bis zwölftem Lebensjahr von seiner Mutter auf brutalste Weise, oftmals an den Rand des Todes, misshandelt. Sie erfindet immer neue “Spiele”, etwa indem sie ihn giftigen Dämpfen aussetzt oder ihm am Gasherd den Arm verbrennt, straft ihn mit Essensentzug und behandelt ihn in der Familie wie einen Aussätzigen. Auch in der Schule wird David immer mehr zum Außenseiter, wird geächtet aufgrund seines Gestanks und weil er den anderen ihr Essen stiehlt. Doch endlich fangen seine Lehrer an zu reagieren und sorgen im März 1973 dafür, dass der Junge befreit wird…

Dave Pelzers Geschichte ist ein schockierender Bericht über eine Misshandlung schwersten Grades. Es ist einfach nicht zu fassen, zu welchen Taten diese Frau fähig war, und man bewundert den Überlebensmut, den Dave in den schwierigsten Situationen beweist. Aber auch im Anhang wird beteuert, dass es sich bei Daves Geschichte keineswegs um einen Einzelfall handelt. Ich hoffe wirklich, dass heute, wo die Gesellschaft zumindest etwas aufgeklärter und bewusster über das Thema Kindesmissbrauch ist, so ein Albtraum viel schneller eingedämmt werden kann und sich nicht wie in diesem Fall über so viele Jahre erstrecken kann.
Pelzer berichtet seine Erfahrungen sehr bildlich und schreibt fesselnd aus der Sicht eines Kindes, sodass all das noch schockierender auf den Leser wirkt. Das Einzige, was mich gestört hat, war, dass die Befreiung das erste Kapitel ist, da man sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wirklich eine Vorstellung davon machen kann, was Dave durchlebt hat. Außerdem sind sehr selten zeitliche Angaben enthalten, man weiß fast nie, wie alt Dave gerade ist. Das hat möglicherweise aber damit zu tun, dass Pelzer sich selbst nicht mehr so genau daran erinnert.

»Von jetzt auf gleich« »Darum nerven Japaner«


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