Ale | 31. July 2009 | 22:07
Simon Beckett:

»Die Chemie des Todes«



Genre: Thriller & Krimis
Orginaltitel: “The Chemistry of Death” #uk
Seitenzahl: 429 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2006
Ales Bewertung: 4*
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Eigentlich ist David Hunter in das kleine Dorf Manham gezogen und hat die undankbare Arbeit des Landarztes angenommen, um seine Vergangenheit zu vergessen. Doch dann wird in den Wäldern von Maham eine Leiche gefunden. David hatte gehofft, nie wieder eine Leiche sehen zu müssen; er hatte als forensischer Athropologe mit dem Spezialgebiet der Leichenidentifikation mehr als genug Tote gesehn. Nachdem seine Frau und seine Tochter bei einem Autounfall gestorben sind, bekamen Tote eine neue Bedeutung für ihn. Deshalb ist er in das verschlafene Manham gezogen.
Nun aber kann er es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, einfach untätig den Ermittlungen zuzusehen und er beschließt, der Polizei bei der Identifikation der Leiche zu helfen. Er findet heraus, dass es sich um Sally Palmer handelt, eine alleinstehenden Frau aus Manham. Wenig später wird eine weitere Leiche gefunden und David wird indie Vermittlungen verstrickt.
Doch dann wird Davids Freundin Jenny Hammond entführt und alle befürchten, dass sie das gleiche Schicksal erwartet wie das der beiden anderen Frauen. David sucht verzweifelt nach Spuren des Mörders und versucht die Polizei zu überzeugen, dass sie einem völlig falschen Verdacht nachgehen. Da ihm niemand Glauben schenkt, versucht er Jenny ohne Unterstützung  zu retten und zwar keine Minute zu früh…

Es ist erstaunlich, wie viel man durch eine Leiche herausfinden kann. Durch die Fiegen, Käfer und Maden kann man bespielsweise bestimmen, wie lang das Opfer schon tot ist und durch den Eisengehalt im Boden kann man erkennen, wo es getötet wurde und am meisten geblutet hat. Diese Methoden werden in “Chemie des Todes” sehr gut und (anscheinend) fachlich  erklärt. einige der im Buch vorkommenden Details sind etwas unappetitlich, vor allem, wenn man über eine ausgeprägte Fantasie verfügt.
Die Handlung ist sehr spannend, ich konnte das Buch besonders am Schluss fast nicht aus der Hand legen.
Über David Hunters Vergangenheit wird nur so viel gesagt wie nötig. Das finde ich gut, denn das wäre vermutlich eine Geschichte für sich und es kommt im Allgemeinen nicht selten vor, dass eine Abweichung von der eigentlichen Handlung das eigentliche Konzept stört.
Wie meistens werden auch in “Chemie des Todes” die Polizisten nicht gerade als die Helden der Stunde dargestellt, aber trotzdem als aufmerksam und kooperativ, aber eben zur falschen Zeit am falschen Ort, sodass David seine Freundin am Ende im Alleingang retten muss.
Zwischendurch sind einige Kapitel aus der Sicht der entführten und gefangen gehaltenen Frauen geschrieben, die aber nichts über den Mörder preisgeben.
Manchmal hatte ich das Gefühl, dass das Buch so geschrieben wurde, dass man daraus ohne viele Änderungen einen Film drehen könnte. Aber da das noch nicht realisiert wurde, ist das wahrscheinlich nur auf den durchaus gekonnten Schreibstil von Simon Beckett zurückzuführen.

Ein sehr gutes Buch, das nicht nur durch sein bewusst schlicht gehaltenes Cover auffällt.

»Darum nerven Japaner« »Terror«


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