Mim | 13. Juni 2009 | 01:06
Vikas Swarup:

»Rupien! Rupien!«

»Rupien! Rupien!«

Genre: Drama & Trauriges, Liebe & Beziehungen, Thriller & Krimis
Orginaltitel: “Q&A” #uk
Seitenzahl: 339 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2005
Mims Bewertung: 4*
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Ram Mohammed Thomas, ein Waisenjunge, der sich sein ganzen Leben lang mit ein paar Rupien und verschiedenen Jobs durchgekämpft hat und niemals eine Schule besucht hat, nimmt bei dem neuen Quiz Wer wird Milliardär teil – und spielt um den größten Geldpreis, der je gewonnen wurde. Und das erstaunlichste ist: er schafft alle zwölf Fragen. Natürlich wirft das großes Misstrauen auf, denn wie kann dieser Junge ohne Bildung und Allgemeinwissen so weit kommen? Als er verhaftet wird, beharrt er darauf, einfach Glück gehabt zu haben, und als zum Glück aus heiterem Himmel eine Frau auftaucht, die ihm erklärt, dass sie seine Anwältin ist, erzählt er ihr von seinem Leben: zu jeder der Antworten, die er gegeben hat, gibt es eine Geschichte…

Nachdem man den Film “Slumdog Millionär” gesehen hat, die Verfilmung dieses Buches, ist es nicht so leicht, den Roman objektiv zu betrachten. Bereits anfangs ist mir aufgefallen, dass viele der Ungereimtheiten des Films so zum Glück im Original nicht vorkommen. Auch die Liebesgeschichte, die meiner Meinung nach mit ihrem Bollywood-Charakter ein wenig die Stimmung im Film versaut hat, zieht sich nicht durch den gesamten Roman. Der Roman bietet dadurch, dass die Geschichte hier nicht chronologisch erzählt wird, mehr Spannung und kann außerdem mit einer interessanten Wendung am Schluss aufwarten. Unwahrscheinlich fand ich jetzt nur noch, dass Ram (oder Mohammed oder Thomas – je nach Situation verwendet er gerne den passendsten Namen) so ein gutes Erinnerungsvermögen besitzt und natürlich, dass er so viel Glück hat, was im Roman aber weniger schicksalsschwer und dadurch wenigstens etwas authentischer dargestellt wird. Die ganze Geschichte war abwechslungsreich und ließ sich leicht lesen, und darum hat sie mir gut gefallen. Nur eine Sache noch, die mir sehr negativ aufgefallen ist, waren die Stilschwierigkeiten – grundsätzlich spielt der Roman im Präsens, es wird aber teilweise unangebracht zwischen den Zeiten gewechselt. Natürlich ist es auch möglich, dass das erst durch die Übersetzung passiert ist, aber so etwas dürfte eigentlich nicht sein.

»V.« »Waterland«


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