Genre: (Auto-)Biografisch, Drama & Trauriges, Historisches, Liebe & Beziehungen, Politik & Gesellschaft, Thriller & Krimis Orginaltitel:
Seitenzahl: 198 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 1963
Andys Bewertung:
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1942 ist der Lissabonner Hafen für viele Flüchtlingen der einzige Weg nach Amerika, in die Freiheit. Dem namenlosen Erzähler werden von einem Fremden zwei Schiffskarten angeboten. Er nennt sich Schwarz und verlangt im Gegenzug nur, dass er in dieser Nacht nicht allein sein darf und die Geschichte seiner Flucht erzählen darf. Schwarz war aus einem Konzentrationslager schon bis nach Paris geflüchtet, doch etwas bewog ihn dazu große Gefahr auf sich zu nehmen und nach Jahren zu seiner Frau Helen nach Osnabrück zurückzukehren. Ihre Liebe besteht noch, hat sich aber verändert. Gemeinsam wollen sie fliehen, werden aber immer wieder getrennt. Nach und nach durchqueren sie die Schweiz, Frankreich und Spanien. Georg – Obersturmbannführer und Bruder Helens – und seine Schergen sind ihnen dabei auf den Fersen.
Auch wenn es nicht so klingen mag, die Handlung lässt wenig Spannung aufkommen, da schon zu Beginn klar ist, dass Schwarz und seine Frau in Portugal ankommen werden. Erstaunlich ist dagegen wie Remarque es schafft in dieser schrecklichen Ära immer wieder idyllische Momente entstehen zu lassen. Die starke und oft schöne Bildsprache trägt dazu bei, wirkt jedoch manchmal überzogen und unpassend. Schon die Rahmenhandlung wirkt etwas blass, doch die wiederholten Metalepsen zurück dazu – meist nur durch Fragen Schwarzes an den Erzähler und dessen Nicken oder den Wechsel in eine andere Lissabonner Kneipe – scheinen von geringer Bedeutung und stören den Ablauf nur.
Der Roman zeigt auf gekonnte Weise die Widersprüchlichkeit und Irrationalität sowohl der NS-Zeit als auch der Liebe.









