Mim | 8. Februar 2009 | 14:02
Cornelia Funke:

»Die wilden Hühner und die Liebe«

»Die wilden Hühner und die Liebe«

Genre: Kinder & Jugend, Liebe & Beziehungen
Orginaltitel: #ger
Seitenzahl: 188 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2003
Mims Bewertung: 3*
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Während die Wilden Hühner bis vor kurzem noch ein Abenteuer nach dem anderen erlebt haben, haben sie inzwischen ganz andere Dinge im Kopf. Melanie verabredet sich die ganze Zeit mit allen möglichen älteren Jungen, um über Willi hinwegzukommen, Frieda plagt sich mit ihrer Wochenendbeziehung – und Wilma hängt auf einmal verdächtig oft mit dieser Leonie zusammen…

Sprotte selbst indessen ist zwar glücklich mit Fred, ihre Mutter aber steckt in den Hochzeitsplanungen mit dem Klugscheißer und dann taucht auch noch Sprottes Vater nach dreizehn Jahren wieder auf…

Im letzten Band der Wilden Hühner gab es zwar wieder viele neue Geschichten, wirklich im Vordergrund waren aber meiner Meinung nach nur die von Wilma und Sprottes Mutter. Während ich es toll finde, dass in einem Kinderbuch die Thematik Homosexualität aufgegriffen wird (und übrigens auch endlich einmal bei Mädchen, denn Schwule lassen sich in Büchern und Filmen viel häufiger finden), fand ich es schade, dass die meisten Beziehungen nur oberflächlich angekratzt wurden. Das kann daran liegen, dass die Geschichte mehr aus Sprottes Sicht erzählt wird, hat mir aber trotzdem ein bisschen gefehlt. Vor allem von Melanie bekommt man überhaupt nichts mit, außer dass sie sich zu einem zickigen Flittchen entwickelt hat – Liebeskummer hin oder her, es wäre schon schön gewesen, wenn sie zum Abschluss etwas mehr Sympathie erwecken hätte können. Für mich hat auch der eindeutige Abschluss etwas gefehlt. Ich hätte mir eine Auflösung der Bande oder wenigstens eine bessere Abfertigung der letzten Konflikte erwartet, anstatt sie im letzten Kapitel auf zwei Seiten noch anzureißen. Weil ich es wichtig finde, dass eine längere Reihe ein gutes Ende findet, war ich mit den anderen Bänden auch zufriedener.

»Die wilden Hühner und das Glück der Erde« »Nicht ohne meine Tochter«


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