Mim | 29. Oktober 2008 | 20:10
Laura James:

»Tigger auf der Couch«

»Tigger auf der Couch«

Genre: Humor & Skurriles, Politik & Gesellschaft
Orginaltitel: “Tigger on the Couch” #uk
Seitenzahl: 233 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2007
Mims Bewertung: 4*

Ganz ehrlich: mit Schneewittchens böser Stiefmutter kann doch irgend etwas nicht stimmen, wenn man bedenkt, zu welchen Grausamkeiten sie fähig ist, nur weil sie bewundert werden will. Oder der Hutmacher und der Märzhase aus “Alice im Wunderland”, die sich gemeinsamen Wahnvorstellungen hingeben. Und auch Pippi Langstrumpf verhält sich in vielen Situationen sehr unangepasst. Laura James beleuchtet Figuren, die jedem aus Kinderbüchern bekannt sind, von einer ganz neuen Seite und diagnostiziert verschiedene psychische Störungen bei ihnen.

Mir gefällt die Idee wirklich sehr gut – ich fand es schon immer am Interessantesten an Geschichten, sich mit den Charakteren auseinanderzusetzen. James gibt mit diesem Buch nicht nur Einführungen in verschiedene Geschichten und Gestalten, sondern erklärt auch verständlich unterschiedliche psychische Störungen, indem sie Symptome angibt und diese auch mit Beispielen belegt. Sowohl inhaltlich als auch psychologisch wirkt das Buch sehr kompetent und ist informativ, manchmal aber auch amüsant. Und mir fiel dadurch auf, dass die interessantesten Charaktere – ob in Büchern, Filmen oder Serien – meistens solche sind, die in irgendeiner Weise eine Störung zu haben scheinen.

»Einmal ist nicht genug« »Wachen! Wachen!«


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