Mim | 1. Juli 2008 | 16:07
Daniel Glattauer:

»Darum«

»Darum«

Genre: Drama & Trauriges, Thriller & Krimis
Orginaltitel: #aut
Seitenzahl: 301 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2003
Mims Bewertung: 3*

Als in “Bob’s Coolclub” ein Mord geschieht, besteht Jan Haigerer darauf, derjenige zu sein, der die Tat begangen habe. Doch dieses Geständnis nimmt ihm keiner ohne Weiteres ab: jeder kennt ihn als friedfertigen, freundlichen Menschen, der keiner Fliege etwas zu Leide tun würde – und außerdem hat er ganz offensichtlich kein Motiv. Im Laufe des Prozesses versucht Jan alles, um seine Strafe zu erhalten – er möchte büßen… und das Motiv will er erst in zwanzig Jahren verraten.

“Darum” war ein interessanter Roman. Seltsam, surreal, aber dadurch interessant. Nur drei Punkte deshalb, weil er mich nicht… begeistert hat. Natürlich wirkt die Frage nach dem Motiv, die auch für den Leser die Kernfrage ist, wie eine treibende Feder – zum Glück, denn an manchen Stellen wäre mir sonst langweilig geworden. In der Mitte des Buches gibt es Phasen, in denen wenig passiert. Der Prozess selbst ist aber wieder interessant. Glattauer entwirft ein paar Charaktere, die Jan Steine in den Weg legen – zumindest den Weg, den er für sich selber ausgesucht hat – und andere, interessante, wie zum Beispiel der Student mit der Nickelbrille, der unter den Geschworenen sitzt, und immer ein Stückchen mehr zu wissen scheint als die anderen. Das Motiv, das man natürlich am Ende erfährt, ist wie erwartet etwas Ausgefallenes, auf das man von selber nicht kommt. Leider auch das, was man als “Literatur” wertet, und das gefällt mir ehrlich gesagt weniger, da die paar sprachlichen Spiele ein bisschen zu erzwungen wirken.

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