Genre: Kinder & Jugend, Politik & Gesellschaft Orginaltitel:
Seitenzahl: 167 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 1983
Mims Bewertung:
Als die Tür zum Garten eines Tages offensteht, keimt im Mäuserudel, das seit Jahren im Haus wohnt, die Angst vor der Katze auf. Diese nutzt der selbsternannte “überaus starke Willibald”, um sich zum Boss aufzuschwingen. Als erstes werden alle möglichen neuen Regeln aufgestellt, und die Albinomaus Lilli, die von nun an wegen ihrem anderen Aussehen wie eine Aussätzige behandelt wird, in die Bibliothek verbannt – die anderen Mäuse folgen ihrem neuen Anführer begeistert. Aber Mausephilipp und ein paar von Lillimaus’ engeren Freunden wittern langsam, dass Willibald alle Mäuse unterdrückt…
“Der überaus starke Willibald” ist zwar ein Kinderbuch – und wie es dazugehört, ist es sehr süß aufgebaut, einfach geschrieben und die Mäuse haben all ihre Namen, was dem ganzen eine märchenhafte Atmosphäre gibt. Aber besonders die Botschaft hinter dem Buch gefällt mir sehr gut. Es wird etwas thematisiert, was es überall auf der Welt immer wieder gibt und unter dem die Menschen immer wieder zu leiden haben – ein Tyrann oder Diktator, der alleine alles vorgibt, und jeder, der nicht spurt, wird aus dem Weg geräumt. Selbst Rassismus beziehungsweise Diskriminierung wurde durch Lillimaus eingebracht. Ein Thema, das vielleicht auch jüngere Kinder schon zum Denken bringen soll, und es wird sehr schön dargestellt, dass kritisches Denken wichtig ist. Somit wird, verpackt in eine nette Gute-Nacht-Geschichte, eine wertvolle Botschaft herübergebracht.









