Mim | 11. April 2008 | 14:04
M. J. Hyland:

»Die Liste der Lügen«

»Die Liste der Lügen«

Genre: Drama & Trauriges, Politik & Gesellschaft
Orginaltitel: “Carry Me Down” #sco
Seitenzahl: 379 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2006
Mims Bewertung: 4*

Der elfjährige John Egan ist in gewisser Weise ein Außenseiter – er ist ungewöhnlich groß für sein Alter und bereits im Stimmbruch. Das findet er selbst eigentlich nicht so schlimm – Ungewöhnliches ist gut, sonst wäre Johns Lieblingsbuch nicht das “Guinessbuch der Rekorde”. Auch John selbst möchte eines Tages unbedingt in diesem Buch stehen. Er weiß auch schon wie, denn er hat in letzter Zeit eine besondere Gabe an sich entdeckt – er kann Lügen aufdecken. Er bemerkt es körperlich, wenn er angelogen wird, und an dieser Fähigkeit arbeitet er und dokumentiert alle Erfahrungen in seiner “Etsil der Negül”. Leider glaubt ihm keiner so richtig. Als er schließlich seiner Mutter die Fähigkeit beweisen will, erzählt er ihr etwas, was vielleicht besser nicht ans Licht hätte kommen sollen…

“Die Liste der Lügen” war ein seltsames Buch. Es hat in gewissem Maße etwas albtraumhaftes – Charaktere verhalten sich eigenartig, Johns Denkweise ist sowieso teilweise schwer nachvollziehbar. Die nicht ganz normalen Verhältnisse innerhalb der Familie machen das Buch spannender und geben zu denken. Allerdings habe ich das Gefühl, dass der Roman letztendlich nicht ganz abgerundet ist. Mir fehlt ein bisschen der Sinn de Geschichte, die am Ende bestenfalls wieder am Ausgangspunkt ankommt.

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