Mim | 30. März 2008 | 16:03
J. R. Moehringer:

»Tender Bar«

»Tender Bar«

Genre: (Auto-)Biografisch, Liebe & Beziehungen, Politik & Gesellschaft
Orginaltitel: “The Tender Bar” #usa
Seitenzahl: 444 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2005
Mims Bewertung: 4*

JR wächst – ohne Vater, denn von ihm hört er nur im Radio, da dieser als DJ arbeitet – bei seiner Mutter in Manhasset auf. Immer in Geldnöten, müssen sie trotz Widerwillen der Mutter die meiste Zeit im Haus seines Großvaters verbringen, wo viele weitere Familienmitglieder wohnen. Besonders gerne hat JR seinen Cousin McGraw, den er insgeheim als seinen Bruder ansieht. Als dieser mit seiner Mutter nach Arizona zieht, tun JRs Mutter und er es ihnen darum gleich. Auch dort wieder Schwierigkeiten mit dem Geld, McGraw muss erneut wegziehen, und der Reiz an Arizona ist für JR und seine Mutter vorbei… doch im Sommer wird JR zurück nach Manhasset geschickt, wo er Monate mit seinem Onkel Charlie und “den Männern” aus der Bar verbringt und schließlich sogar die Bar selbst kennenlernt. Nach und nach wird diese Bar der liebste Ort für den heranwachsenden JR, den er auch später in seinem Leben regelmäßig aufsucht – als Zuflucht, als Ort für Gespräche – die Bar ist immer das Ziel.

“Tender Bar” war wieder eines der Bücher, bei denen ich Angst hatte, dass es langweilig werde könnte. Das war aber überhaupt nicht so. Auch wenn es sich hier um J. R. Moehringers tatsächliches Leben handelt – er hat es geschafft, genau die Szenen herauszupicken, die interessant, bedeutend oder lustig sind. Er hat es wohl wirklich in der Bar gelernt, Geschichten zu erzählen… JR ist ein ganz normaler Protagonist, mit dem man mitfiebert, dem man manchmal gerne sagen würde, von welchen Dingen er ablassen sollte und für welche er sich mehr einsetzen sollte. Alles in Allem hat dieses Buch mich sehr positiv überrascht.

»Die Stadt der träumenden Bücher« »Cathy’s Book«


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