»Roter Drache«
Genre: Thriller & Krimis Orginaltitel: “Red Dragon”
Seitenzahl: 446 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 1981
Nefas Bewertung:
Jetzt bei Amazon.de bestellenEin Serienmörder hat bis jetzt schon zwei Familien – zehn Leute – umgebracht. An Indizien fehlt es nicht, trotzdem findet das FBI keine Verbindung zwischen den beiden Fällen. Bis Will Graham eingeschalten wird. Er kann sich in die Denkweise des Täters hineinversetzten, damit hat er auch schon den Massenmörder Hannibal Lecter hinter Gitter gebracht. Graham findet heraus, dass hinter den Morden der missgestaltete, von Obsessionen gequälte Mann Francis Dolarhyde steckt, der immer bei Vollmond zuschlägt.
Nachdem ich auch schon Schweigen der Lämmer und Hannibal gelesen habe, hat es mich einfach interessiert, Roter Drache zu lesen.
Die Handlung ist zuerst fast ein bisschen langweilig, weil sehr viel über das Privatleben von Will Graham geschrieben wird. Ab dem Teil, der aus der Sicht des Mörders geschrieben wird, steigt die Spannung.
Den Mörder empfindet man am Anfang nur abstoßend, seine Art zu Morden ist widerlich. Doch als Francis die blinde Reba kennen lernt, ändert sich seine Persönlichkeit. Ab diesem Zeitpunkt kämpft er innerlich mit der Figur des Roten Drachens aus William Blakes Gemälde. Nach einiger Zeit fühlt man für den Mörder sogar so etwas wie Mitleid. Das Ende ist überraschend, die Spannung nimmt bis zum Schluss nicht ab.
Enttäuscht hat mich an dem Buch, dass einfach zu wenig Hannibal Lector vorgekommen ist. Mit “Das Schweigen der Lämmer” und “Hannibal” hat dieser Roman überhaupt nichts zu tun, und für Lecter-Fans wie mich gibt es einfach zu wenig Bezug zwischen Lecter und dem Fall.
Sprachlich ist das Buch einwandfrei, außerdem merkt man, dass Harris eine Ahnung davon hat, was er schreibt.









