»Harry Potter and the Deathly Hallows«
Genre: Drama & Trauriges, Fantasy & Übernatürliches, Humor & Skurriles, Kinder & Jugend, Liebe & Beziehungen Orginaltitel:
Seitenzahl: 607 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 2007
Bewertung:
(Mim),
(Nefa)Jetzt bei Amazon bestellen
Eigentlich würden Harry, Ron und Hermione jetzt ihr siebtes und letztes Schuljahr an Hogwarts antreten, doch während dort, mit Snape als dem neuen Schulleiter, das Chaos herrscht und die Todesser immer mehr die Kontrolle zu übernehmen scheinen, gibt es für das Trio Wichtigeres zu erledigen: nach Dumbledores Tod sieht Harry es als seine Aufgabe, die Horcruxe zu finden, um Voldemort ein für alle mal töten zu können. Seine Freunde stehen ihn bei der schwierigen Mission natürlich wie immer bei, die sich als die größte und auch nervlich zermürbendste bisher herausstellt, bei der sie aber einiges über Dumbledores Vergangenheit herausfinden und schließlich von den Heiligtümern des Todes erfahren, die im finalen Kampf gegen Voldemort noch eine große Rolle spielen könnten. Diesen aber muss Harry letztendlich alleine ausfechten…
Ich kann wirklich aus voller Überzeugung sagen, dass ich das Buch für einen würdigen Abschluss der Harry Potter-Reihe halte. Nachdem der fünfte und sechste Band sich teilweise ein bisschen gezogen haben (der fünfte besonders am Anfang, der sechste meiner Meinung nach manchmal bei den Erinnerungs-Szenen), hat der siebte genau das Gegenteil bewiesen: schon der Anfang war gut, aber spätestens ab der Hälfte was das Buch absolut fesselnd und spannend, bis zum Ende (nachdem ich zum Glück alles ungespoilt überstanden habe).
Die Handlung fand ich vom Aufbau und den Einzelheiten her toll. Manche meinen, die Deathly Hallows wären zu viel als neues Element, aber ich fand, dass sie gut eingebracht werden und ein gutes Schlüsselelement waren.
Ich muss es noch einmal erwähnen – was mir im Kontrast zu Band sechs gut gefällt, ist, dass die Beziehungen nicht so seicht beschrieben wurden. Ron und Hermione waren wirklich sehr süß, ihr Verhalten hatte etwas Tiefgehendes, indem sie sich umeinander Sorgen gemacht haben, sich Blicke zuwarfen und eigentlich sehr oft ohne Worte kommuniziert haben. Und so wie es war, hat es mir viel besser gefallen, als wenn die beiden offensichtlich zusammengewesen wären (und vielleicht wieder so herumgeknutscht hätten wie Ron und Lav-Lav).
Die einzigen wirklichen Schwächen des Buches sind auf der einen Seite der etwas klischeehafte Epilog (mehr sage ich dazu nicht, die meisten werden mir sowieso zustimmen), aber über diese paar letzten Seiten kann man noch hinwegsehen und sich ein eigenes Bild machen. Zweitens finde ich es sehr schade, wie wenig bis gar nicht auf gewisse Tode (wieder: die, die fertig sind, werden wissen, was ich meine) eingegangen ist, das hinterlässt nämlich eine klaffende Lücke – ich musste mir mit Fanfictions behelfen. (Mim)
Nach zwei Jahren habe ich mich endlich dazu durchgerungen, den siebten Band ein zweites Mal zu lesen. Durch die lange Pause habe ich große Teile der Handlung wieder vergessen – teilweise kam es mir vor, als würde ich ein völlig neues Buch lesen.
Mir hat das letzte Buch der Harry Potter-Saga sehr gut gefallen. Bis auf wenige Stellen, die sich ein bisschen ziehen, wird durchgehend Spannung gehalten, sodass man das Buch am Liebsten in einem Stück durchlesen würde. Im finalen Teil werden endlich alle Rätsel gelöst – auch wenn man manche Gedankenblitze von Harry und Co. nicht immer sofort nachvollziehen kann, wird das Bedürftnis nach Aufklärung, das sich doch schon durch die letzten zwei Bände gezogen hat, erfüllt. Endlich erfährt man mehr über die Horcruxe, mehr über Dumbledores Tod, mehr über die Verbindung zwischen Harry und Voldemort.
Ich finde, J.K. Rowling hat sich ein wirklich gutes Ende einfallen lassen, das wohl jedem Lesen gefällt. Der Epilog ist schlussendlich zwar etwas klischeehaft – fast sogar schon lächerlich – aber war doch auch nötig, um der Geschichte ein rundes Ende zu geben.
Ich gebe dem Buch deshalb nicht die volle Punktezahl, weil ich persönlich zwei Sachen ein bisschen gestört haben: erstens das ewige Gejammer von Harry (“Dumbledore vertraut mir nicht, Dumbledore lässt mich einfach so zurück, etc”), und zweitens kommen für meinen Geschmack die Tode etwas zu kurz. Besonders am Ende geht alles nur mehr zack auf zack; auf die Tode wird fast gar nicht mehr eingegangen, was ich ein bisschen schade finde.
Alles in allem aber ist das Buch ein würdiger Abschluss für sieben fanstastische Bücher. (Nefa)









