Mim | 11. September 2007 | 13:09
Kerstin Gier:

»Für jede Lösung ein Problem«

»Für jede Lösung ein Problem«

Genre: Drama & Trauriges, Humor & Skurriles, Liebe & Beziehungen
Orginaltitel: #ger
Seitenzahl: 298 (Paperback)
Erscheinungsjahr: 2007
Mims Bewertung: 4*
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Gerri, die jüngste von vier Schwestern, hat es in ihrer Familie nicht leicht. Noch immer Single, mit einem Job als Groschenroman-Autorin, der ihr zwar großen Spaß macht, aber ihrer Mutter äußerst peinlich ist, und dann noch als einzige von ihren Schwestern brünett – sie ist immer die, für die alle sich schämen und auf der alle herumhacken. Als dann auch noch der Verlag, für den sie schreibt, aufgekauft wird und sie statt Arztromanen nun Vampirgeschichten schreiben soll, reicht es ihr: sie beschließt, nachdem sie sich selbst eine neurotische Depression diagnostiziert hat, sich umzubringen. Aber auch das klappt nicht so, wie sie es sich vorgestellt hat, denn ein paar blöde Zufälle hindern sie an ihrem Vorhaben. Und sie hat schon alle Abschiedsbriefe losgeschickt, in denen sie all ihren Mitmenschen mitteilt, was sie von ihnen hält…

So unpassend das bei diesem Thema auch klingt – irgendwie ist das ein fröhliches Buch. Weshalb mir Gerris angebliche Depression auch nie glaubhaft erschien, ich bezweifle, dass sie sich auch ohne den Zwischenfall wirklich umgebracht hätte. Nur teilweise war es wirklich schmerzhaft, mitzulesen, was sie sich alles gefallen lässt – die halbe Familie redet ihr ein, sie sei dick, jeder schämt sich für ihr Leben, ihren Beruf, ihre Freunde, allein ihre Mutter verhält sich wirklich abartig Gerri gegenüber. Bis auf diese Tatsache, dass es mich beim Lesen oft stört, wenn eine Person sich so alles gefallen lässt und ich die ganze Zeit darauf warte, dass sie endlich mal etwas sagt, hat mir das Buch gut gefallen, es las sich schnell und leicht.

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