Mim | 11. September 2007 | 13:09
Petra Hammesfahr:

»Der Puppengräber«



Genre: Drama & Trauriges, Thriller & Krimis
Orginaltitel: #ger
Seitenzahl: 402 (Hardcover)
Erscheinungsjahr: 1999
Mims Bewertung: 5*
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Der geistig behinderte Ben wächst in einem Dorf auf, wo er zwar anfangs skeptisch betrachtet oder gemieden wird, von dem aber bald alle wissen, dass er gutmütig ist und niemandem etwas tun würde. Seine Mutter setzt alles daran, diesen Ruf zu wahren. Doch als im Sommer zwei junge Mädchen verschwinden, wendet sich das Blatt. Bens nächtliche Streifzüge ziehen Verdächtigungen mit sich, und dann bringt er seiner Mutter auch noch kleine Beweisstücke mit, die sie in ihrer Angst sofort verschwinden lässt…

Im ersten Moment, als mir ein Personenverzeichnis entgegenkam, das mich an Soaps erinnerte, dachte ich: das kann ja heiter werden. Ein deutscher Krimi mit einem Personen- und Beziehungsgeflecht, na toll. Aber zum Glück hat dieser erste Eindruck getrogen. Das Buch ist gut aufgebaut, in den beiden Handlungssträngen wird die Kindheit des geistig behinderten Ben erzählt, im anderen die Ereignisse des sogenannten Blutsommers. Zwischen den Perspektiven wird gewechselt, teils Trude, Bens Mutter, teils Ben selbst, und auch aus der Sicht von anderen Dorfbewohnern wird passagenweise erzählt, sodass man das Handeln von jedem nachvollziehen kann. Das Buch hat mir sehr gut gefallen.

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